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Räumlichkeit der SPRACHE (iv) – Interlinguale Geolinguistik

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Zitation: Thomas Krefeld (2018): Räumlichkeit der SPRACHE (iv) – Interlinguale Geolinguistik. Lehre in den Digital Humanities. Version 2 (02.02.2018, 17:37). url: https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=82031&v=2.

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Für eine interlinguale Geolinguistik, d.h. für eine Linguistik, die räumliche Sprachvariation über Sprachgrenzen und Sprachfamiliengrenzen hinweg erfasst, gibt es mehrere Ansatzpunkte, u.a.  städtische Räume, die sich durch große Heterogenität der Sprecher auszeichnen, grenznahe Randgebiete – im Fall von Istrien ist beides relevant () – oder aber kulturgeschichtlich zusammenhängende, aber sprachgrenzüberschreitende Räume. Auch in dieser Hinsicht ist Nordostitalien exemplarisch, denn dort ist die einzige Region, in der die drei großen Sprachfamilien Mitteleuropas – die germanische, romanische und slawische – zusammentreffen. Es ist daher kein Zufall, wenn das Prinzip der interlingualen Geolinguistik im Projekt VerbaAlpina entwickelt wurde, denn hier wird der gesamte Alpenraum in seiner Mehrsprachigkeit erfasst (); der Grundgedanke wird aus der lexikalisch-ethnolinguistischen Perspektive dieses Projekts hier skizziert.  Es sollen nicht nur die Unterschiede zwischen den zahlreichen lokalen Varietäten, sondern gerade auch die Gemeinsamkeiten erfasst werden. Schematisch:

Interlinguale Geolinguistik im Alpenraum

Ein geeignetes Beispiel sind die Bezeichnungen der BUTTER, die auf den griechisch-lateinischen Basistyp butyrum  gehören  (wie auch standardfra. beurre, standardit. burro, standarddeutsch Butter, slowenisch puter). 

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