reiks

got. reiks ‚mächtig‘


Etymologie:

Gamillscheg 1934-1936, I, 375, geht davon aus, dass ein bereits früh in die lateinische ‚Soldatensprache‘ entlehntes ricus sekundär zweifach überlagert wurde,  zunächst durch das got. reiks, auf das er die okz., kat., span. und port. Formen zurückführt. In ita. ricco trifft „wohl das ältere rîcus mit dem jüngeren langobardischen rîhhi zusammen“. Im Fall von fra. riche sei dagegen von fränk. rki auszugehen Gamillscheg 1934-1936, I, 226.


Phonetik:

Aus phonetischer Sicht gibt es keine Argumente für eine klar Trennung der drei germanischen Formen.


Rezente Entsprechung:
port.  rico
spa.  rico
kat.  rich, rica
okz. ric, rica
fra. riche (TLFi, s.v.)
räto.rom.  
ita. ricco (Treccani, s.v.)
Gamillscheg, Ernst (1934-1936): Romania germanica. Sprach-und Siedlungsgeschichte der Germanen auf dem Boden des alten Römerreichs, voll. 3. Berling and Leipzig: de Gruyter.

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