Digital Humanities  Germanistik  Geschichte  Italienisch  Klassische Archaeologie  Romanistik  Vor- und Fruehgeschichtliche Archaeologie  

Digital Humanities

Christian Riepl, Stephan Lücke
Ausgewählte digitale Korpora und Texte werden unter linguistischen Gesichtspunkten strukturiert, beschrieben und analysiert. Die aufbereiteten Daten werden in metasprachlichen Transkriptionen notiert und in einer Datenbank abgebildet. Anschließend wird versucht, die komplexen sprachlichen Strukturen und Beziehungen im Text zu visualisieren. Die bei der Sprachanalyse angewendeten Regeln werden in einer Formelnotation festgehalten. Die so entstandene Wissensbasis bereitet weiterführende Fragestellungen unter sprach- und literaturwissenschaftlichen sowie auch informatischen Gesichtspunkten vor. Die Übung richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende und Doktoranden mit dem Schwerpunkt Linguistik.

Christian Riepl, Stephan Lücke
Im Rahmen des Moduls "Angewandte Strukturierung und Analyse linguistischer Daten" vermittelt das Seminar informatische Methoden zur Strukturierung, Abbildung, Annotation und Analyse von Sprach- und Textkorpora auf unterschiedlichen linguistischen Beschreibungsebenen. Das Modul richtet sich an Studentinnen und Studenten, die eine Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Korpuslinguistik vorbereiten. Ein wesentliches Ziel ist die Anwendung der erlernten Methoden auf deren Gegenstand und Fragestellung. Ein bereits in Absprache mit dem Betreuer der Masterarbeit ausgewähltes Sprach- oder Textkorpus ist Voraussetzung für die Teilnahme. Erwartet werden neben pünktlichem Erscheinen, regelmäßiger Anwesenheit und aktiver Mitarbeit eine kurze Vorstellung des Vorhabens und ein Thesenpapier zu einem auf korpuslinguistische Probleme bezogenem Thema der Informatik.

Christian Riepl, Stephan Lücke
Ausgewählte digitale Korpora und Texte werden unter linguistischen Gesichtspunkten strukturiert, beschrieben und analysiert. Die aufbereiteten Daten werden in metasprachlichen Transkriptionen notiert und in einer Datenbank abgebildet. Anschließend wird versucht, die komplexen sprachlichen Strukturen und Beziehungen im Text zu visualisieren. Die bei der Sprachanalyse angewendeten Regeln werden in einer Formelnotation festgehalten. Die so entstandene Wissensbasis bereitet weiterführende Fragestellungen unter sprach- und literaturwissenschaftlichen sowie auch informatischen Gesichtspunkten vor. Die Übung richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende und Doktoranden mit dem Schwerpunkt Linguistik.

Christian Riepl, Stephan Lücke
Im Rahmen des Moduls "Angewandte Strukturierung und Analyse linguistischer Daten" vermittelt das Seminar informatische Methoden zur Strukturierung, Abbildung, Annotation und Analyse von Sprach- und Textkorpora auf unterschiedlichen linguistischen Beschreibungsebenen. Das Modul richtet sich an Studentinnen und Studenten, die eine Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Korpuslinguistik vorbereiten. Ein wesentliches Ziel ist die Anwendung der erlernten Methoden auf deren Gegenstand und Fragestellung. Ein bereits in Absprache mit dem Betreuer der Masterarbeit ausgewähltes Sprach- oder Textkorpus ist Voraussetzung für die Teilnahme. Erwartet werden neben pünktlichem Erscheinen, regelmäßiger Anwesenheit und aktiver Mitarbeit eine kurze Vorstellung des Vorhabens und ein Thesenpapier zu einem auf korpuslinguistische Probleme bezogenem Thema der Informatik.

Mark Sven Hengerer, Julian Schulz
m Hauptseminar untersuchen wir in vergleichender europäischer Perspektive die Formen des Umgangs mit dem Tod frühneuzeitlicher Herrscherinnen und Herrscher im Rang von Königen und Fürsten. Die Formen von Aufbahrung, Leichenzügen, Feierlichkeiten von der Beisetzung bis hin zur Landestrauer, die Errichtung von Denkmälern, deren Publikation und Zirkulation wurden im Hinblick auf Konfigurationen des Religiösen, Politischen, Künstlerischen und Medialen hin konzipiert, realisiert, rezipiert. Das facettenreiche Thema eignet sich daher in besonders guter Weise, zentrale Probleme der Frühen Neuzeit zu erschließen. Gleichzeitig verfolgt der Kurs das Vorhaben, grundlegende Methoden der Erfassung, Verarbeitung und Visualisierung digitaler Forschungsdaten und damit wesentliche Schlüsselqualifikationen fachnah zu vermitteln. Hierzu eignen sich Grabdenkmäler aufgrund ihrer Georeferenzierbarkeit in besonderer Weise.

Georg Vogeler
Personen sind eine zentrale Kategorie historischer Forschung: Sie sind Akteure historischer Ereignisse, sie sind Vergleichspunkt hermeneutischen Verstehens, sie „erleiden“ die Geschichte. Neben der historischen Biographie und der statistisch orientierten Sozialgeschichte hat die Geschichtswissenschaft eine dritte Zugangsweise gefunden, die Erwähnung von Personen in Quellen systematisch auszuwerten: Die Prosopographie. Sie wertet massenhaft vorhandene Quellen wie Inschriften, Urkunden, Briefe oder Amtsträgerverzeichnisse aus, um die darin genannten Personen zu identifizieren und ihren Aktionsradius näher bestimmen. Sie ist damit Basis für Forschungen von der Antike bis zur Zeitgeschichte, von der Sozialgeschichte bis zur kollektiven Biographik. Dabei werden digitale Methoden immer wichtiger: Datenbanksysteme erlauben einen schnellen Zugriff auf die Dokumentation der Personen und komplexe Suchanfragen. Der Computer berechnet schnell die Maße, die für eine Netzwerkanalyse notwendig sind und erzeugt anschauliche Graphiken. Große prosopographische Projekte sind deshalb in digitale Formen überführt worden (z.B. People of Anglo Saxon England, Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit), neue prosopographische Projekte überhaupt erst in Angriff genommen worden, weil digitale Methoden zur Verfügung standen (z.B. das Repertorium Academicum Germanicum, People of Medieval Scotland, Personendatenrepositorium der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften). Die Übung wird diese Projekte diskutieren und praktisch in die digitalen Methoden der Personenforschung an antikem, mittelalterlichem und neuzeitlichem Material einführen. Technische Vorkenntnisse sind nützlich aber nicht Voraussetzung.

Thomas Krefeld
Ziel der Sprachsoziologie ist es, den gesellschaftlichen Status eines Idioms in methodisch kontrollierter Weise zu bestimmen. Sie hat sich seit ihrer Begründung durch Heinz Kloss zu einer weithin akzeptierten sprachwissenschaftlichen Teildiziplin entwickelt, deren Bedeutung einerseits in der Sprachgeschichtsschreibung und andererseits in der Sprachplanung liegt. Als nützlich haben sich vor allem die Konzepte des Ausbaus und der Überdachung erwiesen; sie erlauben es - unter anderem - die Entwicklung von Einzelsprachen zu typisieren und zu vergleichen. Allerdings führt die Grundkonzeption leicht zu Widersprüchen, da sie einen zielgerichten Prozess voraussetzt, parallelen Ausbau nicht abbilden kann und mit Textdomänen operiert, die sich nicht operationalisieren lassen ('eigenbezogen', 'naturwissenschaftlich' u.a.). Wir werden das etablierte Modell im Detail besprechen und sinnvolle Adaptationen diskutieren. Die romanischen Sprachen,mit denen wir uns befassen werden, richten sich teilweise nach den Studienschwerpunkten der TeinehmerInnen. In jedem Fall werden nicht nur 'große', sondern auch 'kleine' romanischen Sprachen behandelt. Literatur: Kloss, Heinz (21978): Die Entwicklung neuer germanischer Kultursprachen seit 1800, Düsseldorf: Schwann

Christian Riepl, Stephan Lücke, Julian Schulz, Gerhard Schön
Summerschool des Arbeitskreises dhmuc

Thomas Krefeld, Desislava Zhekova
Das Seminar richtet sich an Studierende der Computerlinguistik und der Romanistik. Datenbasis ist ein Korpus, das aus romanischen Wikipedien gebildet wird. Es bildet vergleichbare Ausschnitte der sprachlichen Wirklichkeit ab und liefert deshalb eine verlässliche Grundlage für quantitative Untersuchungen. Ziel der Veranstaltung ist es, die relative Ähnlichkeit der romanischen Sprachen in Bezug auf typologisch relevante Merkmale darzustellen (Stellung und Kombinierbarkeit von Nominaldeterminanten, Verbstellung, Subjektpronomina, Stellung der Objektpronomina, Gebrauch des Infinitivs u.a.). Wenn möglich, sollen Tandems aus Studierenden beider Fachrichtungen gebildet werden.

Thomas Krefeld
Die Beschreibung der räumlichen Sprachvariation hat in der Geschichte der Sprachwissenschaft seit Beginn eine wichtige Rolle gespielt; insbesondere hat sie das spezifische Interesse für die gesprochene Sprache und die Mündlichkeit geweckt und stets zügig für die wissenschaftliche Nutzung technischer und medialer Innovationen gesorgt. Auch in der Umsetzung der Optionen, die sich mit den Neuen Medien ergeben haben, ist die Sprachgeographie besonders fortgeschritten. Es ist durchaus angemessen, von 'digitaler Geolinguistik' zu reden. Die Vorlesung wird den Stand der Forschung ausgehend von existierenden Portalen präsentieren. Als zentrales Referenzprojekt dient VerbaAlpina. Literatur: Thomas Krefeld & Stephan Lücke (2014): Geoling 2.0 – Ein aktueller Bericht aus der Werkstatt der webbasierten Sprachgeographie, in: Tosques, Fabio (Hrsg.), 20 Jahre digitale Sprachgeographie - Tagungsband (Berlin 02. bis 03. November 2012), Berlin, 130-151. Download

Thomas Krefeld
Das Seminar ist so angelegt, dass alle Beiträge inhaltlich parallel aufgebaut und miteinander verlinkt werden. So wird der Nukleus eines Informationssystems entstehen, dass in der Zukunft weiter ausgebaut und für andere Lehrveranstaltungen benutzt werden kann. Die Beiträge müssen folgendermaßen aufgebaut sein: - aktuelle Situation (gibt es kompakte Wohngebiete? Spracherhalt), - regionale Herkunft der Italiener und Zeit der Ein-/Auswanderung - Dokumentation des Italienischen (Korpora?, Wörterbücher/Grammatiken?, Medienpräsenz, Literatur) - Forschungsstand (Bibliographie, aktuelle Projekte)

Stephan Lücke
Workshop im Rahmen der dhmuc-Summerschool 2015 (Programm)

Christian Riepl, Stephan Lücke
Wissenschaftliche Übung für Doktoranden der Korpuslinguistik.

Christian Riepl, Stephan Lücke
Masterseminar für Studierende mit der Absicht, im Rahmen ihrer Abschlußarbeit ein korpuslinguistisches Thema zu bearbeiten.


Germanistik

Waldemar Fromm, S. Herteis


Geschichte

Mark Sven Hengerer, Julian Schulz
m Hauptseminar untersuchen wir in vergleichender europäischer Perspektive die Formen des Umgangs mit dem Tod frühneuzeitlicher Herrscherinnen und Herrscher im Rang von Königen und Fürsten. Die Formen von Aufbahrung, Leichenzügen, Feierlichkeiten von der Beisetzung bis hin zur Landestrauer, die Errichtung von Denkmälern, deren Publikation und Zirkulation wurden im Hinblick auf Konfigurationen des Religiösen, Politischen, Künstlerischen und Medialen hin konzipiert, realisiert, rezipiert. Das facettenreiche Thema eignet sich daher in besonders guter Weise, zentrale Probleme der Frühen Neuzeit zu erschließen. Gleichzeitig verfolgt der Kurs das Vorhaben, grundlegende Methoden der Erfassung, Verarbeitung und Visualisierung digitaler Forschungsdaten und damit wesentliche Schlüsselqualifikationen fachnah zu vermitteln. Hierzu eignen sich Grabdenkmäler aufgrund ihrer Georeferenzierbarkeit in besonderer Weise.

Karoline Döring
Das Seminar hat den Humanismus und seine Erforschung seit dem 19. Jahrhundert zum Gegenstand. Als Humanismus wird eine Geisteshaltung bezeichnet, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert die historische und kulturelle Epoche der Renaissance kennzeichnete. In Anlehnung an die Antike zielte sie auf ein Idealbild des Menschen, der seine Persönlichkeit auf der Grundlage allseitiger theoretischer und moralischer Bildung frei entfalten konnte. Die moderne Beschäftigung mit Humanismus und Renaissance setzt mit den wegweisenden und prägenden Studien von Georg Voigt und Jacob Burckhardt (beide 1859) ein. An Hand von spätmittelalterlichen, humanistischen Quellen und Klassikern der Humanismusforschung sollen methodische Kenntnisse erworben sowie neuere und ältere Forschungsansätze diskutiert werden. Im Basiskurs werden außerdem die grundlegenden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt.

Georg Vogeler
Personen sind eine zentrale Kategorie historischer Forschung: Sie sind Akteure historischer Ereignisse, sie sind Vergleichspunkt hermeneutischen Verstehens, sie „erleiden“ die Geschichte. Neben der historischen Biographie und der statistisch orientierten Sozialgeschichte hat die Geschichtswissenschaft eine dritte Zugangsweise gefunden, die Erwähnung von Personen in Quellen systematisch auszuwerten: Die Prosopographie. Sie wertet massenhaft vorhandene Quellen wie Inschriften, Urkunden, Briefe oder Amtsträgerverzeichnisse aus, um die darin genannten Personen zu identifizieren und ihren Aktionsradius näher bestimmen. Sie ist damit Basis für Forschungen von der Antike bis zur Zeitgeschichte, von der Sozialgeschichte bis zur kollektiven Biographik. Dabei werden digitale Methoden immer wichtiger: Datenbanksysteme erlauben einen schnellen Zugriff auf die Dokumentation der Personen und komplexe Suchanfragen. Der Computer berechnet schnell die Maße, die für eine Netzwerkanalyse notwendig sind und erzeugt anschauliche Graphiken. Große prosopographische Projekte sind deshalb in digitale Formen überführt worden (z.B. People of Anglo Saxon England, Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit), neue prosopographische Projekte überhaupt erst in Angriff genommen worden, weil digitale Methoden zur Verfügung standen (z.B. das Repertorium Academicum Germanicum, People of Medieval Scotland, Personendatenrepositorium der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften). Die Übung wird diese Projekte diskutieren und praktisch in die digitalen Methoden der Personenforschung an antikem, mittelalterlichem und neuzeitlichem Material einführen. Technische Vorkenntnisse sind nützlich aber nicht Voraussetzung.


Italienisch

Thomas Krefeld, Sebastian Postlep

Thomas Krefeld

Thomas Krefeld
Die Redeweise vom 'romanischen-germanischen Sprachkontakt' ist praktisch, denn Entlehnungen aus germanischen Sprachen haben die Regionalisierung des Lateinischen und seine Ausgliederung zu den zahlreichen romanischen Varietäten kontinuierlich begleitet. Es ist aber auch irreführend von 'dem' romanisch-germanischen Sprachkontakt (im Singular) zu sprechen, weil so eine grundsätzliche Vergleichbarkeit sehr unterschiedlicher historischer Szenarien suggeriert wird. Schon die Superstratkontakte der Romanen mit Goten, Langobarden und Franken sind historisch und sprachgeschichtlich jeweils speziell. Damit ganz und gar nicht vergleichbar sind die Jahrhunderte währenden adstratalen Kontakte mit dem Alemannischen und Bairischen, sowie seit dem 20. Jahrhundert mit dem Englischen. Das Thema der Vorlesung, die sich an Studierende aller romanischen Sprachen wendet, ist also in idealer Weise geeignet, Grundformen des Sprachkontakts und seines Veränderungspotentials in romanistisch vergleichender Perspektive herauszuarbeiten.

Thomas Krefeld, Stephan Lücke, Caroline von Nicolai
Das im Bereich der Sprachwissenschaft, Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie und der Digital Humanities (DH) angesiedelte Seminar unternimmt den naheliegenden, aber kaum unternommenen Versuch, Daten der genannten Fächer systematisch zusammenzuführen und in Kombination zu visualisieren. Es beschäftigt sich mit dem Sprach- und Kulturraum des Karwendels und dessen unmittelbarem Umfeld. Die durch die archäologischen Zeugnisse fassbare vor- und frühgeschichtliche Besiedlung der Region zwischen Seefelder Sattel im Westen, Achensee im Osten, Inntal im Süden sowie Isartal im Norden soll den Befunden der sprachwissenschaftlichen Analyse der dort verbreiteten Toponyme gegenübergestellt werden. In reziproker Perspektive können Besiedlungsspuren Erklärungsansätze für zunächst rätselhafte Toponyme liefern; umgekehrt erlauben bestimmte Flurnamen Rückschlüsse auf vor- und frühgeschichtliche Besiedlungsmuster. Im Rahmen des Seminars erfolgt auch die Vermittlung elementarer Konzepte und Techniken aus dem Bereich der DH. So werden etwa sämtliche für die Fragestellung des Seminars relevanten Daten in einer relationalen Datenbank verwaltet. Beabsichtigt ist auch die Online-Kartierung der sprachlichen und archäologischen Daten unter Einsatz von Web-Technologie.

Thomas Krefeld
Das 16. Jahrhunderte ist für die Geschichte der italienischen Sprache von besonderer Bedeutung, da in dieser Zeit ein lange geltende Standardvarietät - buchstäblich - fest'geschrieben' wurde. Dieses Jahrhundert ist jedoch auch für die Methode der Sprachgeschichtsschreibung zentral, denn es zeigt in unbestreitbarer Weise die grundlegende Rolle der Mediengeschichte: Zwar wurde bei der Standardisierung die Sprache der Literatur des 14. Jahrhunderts zu Grunde, aber das konnte nur geschehen, weil kanonische Texte (vor allem Petrarca, aber auch Dante) bereits in ganz neuen, gedruckten Editionen vorlagen. Bedingungen: Für einen erfolgreichen Abschluss werden folgenden Leistungen erwartet: - Präsentation eines Themas durch ein Thesenpapier (= Beitrag in diesem Portal), das externe und portalinterne Links enthalten sollte;  - engagierte mündliche Mitarbeit; - Ausarbeitung von 1. zu einem ausformulierten Beitrag im Umfang von 3500 – 5000 Wörtern.

Thomas Krefeld
Die Semantik ist die eigentlich grundlegende sprachwissenschaftliche Disziplin, denn jedes sprachliche Zeichen hat per definitionem eine Bedeutung. Weiterhin ist jede Bedeutung in ein komplexes Netz semantischer Relationen eingebunden, die sie mit einem Ausdruck, mit konkurrrierenden und komplementären Bedeutungen, mit anderen Zeichen und auch mit außersprachlichen Realitäten verbinden (vgl. etwa capo in: capo di governo, capo d'aglio, capo d'anno, una strada che fa capo a..., cento capi di bestiame, un completo a tre capi usw.). Diese Relationen der Polysemie, Metonymie, Meronymie, Taxonomie, Metaphorik, Antonymie u.a. spiegeln unsere kognitiven Fähigkeiten, denn sie entsprechen mentalen Repräsentationen, die wir in unserem Wissen mit den sprachlichen Formen assoziieren. Ausgehend von charakteristischen italienischen Beispielen stehen sie im Zentrum dieser Vorlesung. B.A. Italianistik: P 7.2; LAGy: P 5.2., P 10.1; Master Italienstudien: BV B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht WP 3.0.13/15/17/19. Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30–60 Min.) schreiben oder eine mündl. Prüfung (15–30 Min.) ablegen oder ein Portfolio fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.

Die Pragmatik untersucht, wie die Sprache in menschlichen Interaktionen situativ verwendet wird. Es geht, genauer gesagt, darum wie Handlungen sprachlich vollzogen und verstanden werden. Für einige Handlungstypen (z.B. Aufforderungen, vor allem Fragen) stellen die Sprachen zusätzlich zum lexikon auch grammatische Mittel zur Verfügungen. Vieles wird jedoch ganz indirekt, versteckt und dennoch oft sehr effizient formuliert. Wir werden uns mit den Klassikern der Pragmatik befassen (Austin, Searle, Wittgestein, Grice u.a.) und ihre Kategorien auf das Italienische beziehen. Domaneschi, Filippo (2014): Introduzione alla pragmatica, Roma: Carocci

Thomas Krefeld
Ziel der Sprachsoziologie ist es, den gesellschaftlichen Status eines Idioms in methodisch kontrollierter Weise zu bestimmen. Sie hat sich seit ihrer Begründung durch Heinz Kloss zu einer weithin akzeptierten sprachwissenschaftlichen Teildiziplin entwickelt, deren Bedeutung einerseits in der Sprachgeschichtsschreibung und andererseits in der Sprachplanung liegt. Als nützlich haben sich vor allem die Konzepte des Ausbaus und der Überdachung erwiesen; sie erlauben es - unter anderem - die Entwicklung von Einzelsprachen zu typisieren und zu vergleichen. Allerdings führt die Grundkonzeption leicht zu Widersprüchen, da sie einen zielgerichten Prozess voraussetzt, parallelen Ausbau nicht abbilden kann und mit Textdomänen operiert, die sich nicht operationalisieren lassen ('eigenbezogen', 'naturwissenschaftlich' u.a.). Wir werden das etablierte Modell im Detail besprechen und sinnvolle Adaptationen diskutieren. Die romanischen Sprachen,mit denen wir uns befassen werden, richten sich teilweise nach den Studienschwerpunkten der TeinehmerInnen. In jedem Fall werden nicht nur 'große', sondern auch 'kleine' romanischen Sprachen behandelt. Literatur: Kloss, Heinz (21978): Die Entwicklung neuer germanischer Kultursprachen seit 1800, Düsseldorf: Schwann

Piredda Noemi
Scopo del corso è di offrire un panorama delle principali strutture grammaticali dell'italiano antico, fornendo cosí agli studenti uno strumento per l'analisi linguistica dei testi caratteristici di questo periodo. Ci si concentrerá quindi sulla grammatica storica dell'italiano, considerando cosí le trasformazioni fonetiche, morfologiche e sintattiche che hanno caratterizzato il passaggio dal latino all'italiano. Per poter comprendere appieno i fenomeni che caratterizzano l'italiano antico, ad ogni studente sará affidato il compito di descrivere uno di questi fenomeni e fornire poi un commento che sará posto in rete e reso accessibile a tutti gli altri. Parallelamente all'analisi delle mutazioni linguistiche interne, si analizzeranno i primi testi italoromanzi e diversi testi tipici dell'italiano antico. Ad ogni studente sarà poi dato un´ulteriore breve compito di ricerca, riguardante l'uso di alcune parole utilizzate nell'italiano antico, così da creare un glossario online.

Thomas Krefeld
Die Beschreibung der räumlichen Sprachvariation hat in der Geschichte der Sprachwissenschaft seit Beginn eine wichtige Rolle gespielt; insbesondere hat sie das spezifische Interesse für die gesprochene Sprache und die Mündlichkeit geweckt und stets zügig für die wissenschaftliche Nutzung technischer und medialer Innovationen gesorgt. Auch in der Umsetzung der Optionen, die sich mit den Neuen Medien ergeben haben, ist die Sprachgeographie besonders fortgeschritten. Es ist durchaus angemessen, von 'digitaler Geolinguistik' zu reden. Die Vorlesung wird den Stand der Forschung ausgehend von existierenden Portalen präsentieren. Als zentrales Referenzprojekt dient VerbaAlpina. Literatur: Thomas Krefeld & Stephan Lücke (2014): Geoling 2.0 – Ein aktueller Bericht aus der Werkstatt der webbasierten Sprachgeographie, in: Tosques, Fabio (Hrsg.), 20 Jahre digitale Sprachgeographie - Tagungsband (Berlin 02. bis 03. November 2012), Berlin, 130-151. Download

Thomas Krefeld
Das Seminar ist so angelegt, dass alle Beiträge inhaltlich parallel aufgebaut und miteinander verlinkt werden. So wird der Nukleus eines Informationssystems entstehen, dass in der Zukunft weiter ausgebaut und für andere Lehrveranstaltungen benutzt werden kann. Die Beiträge müssen folgendermaßen aufgebaut sein: - aktuelle Situation (gibt es kompakte Wohngebiete? Spracherhalt), - regionale Herkunft der Italiener und Zeit der Ein-/Auswanderung - Dokumentation des Italienischen (Korpora?, Wörterbücher/Grammatiken?, Medienpräsenz, Literatur) - Forschungsstand (Bibliographie, aktuelle Projekte)

Thomas Krefeld
Die Vorlesung dieses Wintersemesters ist einer neuen Konzeption verpflichtet, die über die Bereitstellung einer web-basierten WordPress-Umgebung durch die ITG ermöglicht wurde; es handelt sich um eine Art Pilotprojekt. Die Veranstaltung will den Studierenden ausdrücklich ausformulierten und durch Hyperlinks angereicherten Text liefern; es wird daher nicht mit Präsentationen mehr oder weniger unverbundener Einzelfolien gearbeitet. Erwartet wird kritische und kommentierende Lektüre seitens der Teilnehmer und die Nutzung der ‘Kommentar’-Funktion auf dieser Website. Wer die Vorlesung auch offline nachbereiten möchte kann über das Druckmenü des Browsers eine PDF-Version erstellen.


Klassische Archaeologie

Bielfeldt, Johannes Eber
Trimalchio, die Hauptfigur im größten zusammenhängenden Abschnitt in Petrons Satyrica, der sog. Cena Trimalchionis, amüsiert seit Jahrhunderten seine Leser. Die Komik der Figur wird jedoch jeweils unterschiedlich erklärt. In der philologischen Forschung ist Trimalchio ein literarisches Stereotyp aus der Tradition der Satire: ein verunglückter Gastgeber, der sein Gastmahl ad absurdum treibt. In der historischen Forschung ist Trimalchio ein Charakter mit konkretem sozialhistorischem Hintergrund, doch in maßloser Übertreibung: ein Neureicher libertiner Herkunft. Doch wer war Trimalchio wirklich? Das Seminar wird sich dieser Detektivfrage aus archäologischer Perspektive nähern. In kritischer Gegenüberstellung relevanter Passagen des Romans mit archäologischen Befunden der frühen Kaiserzeit wollen wir das lebensweltliche Potential des Romans erschließen und ihn in einem zweiten Schritt für die archäologische Interpretation der Cena als zentraler Institution der römischen Gesellschaft, als Ort von Theatralität, Sinnlichkeit und Ekel sowie als Heterotopos der Todeserfahrung fruchtbar machen. Der Journal Club begleitet das Hauptseminar und dient der vertieften theorie- und methodenfokussierten Diskussion von Sekundärliteratur.


Romanistik


Thomas Krefeld, Sebastian Postlep

UDetges
Das Lexikon einer Sprache ist nicht einfach eine geschlossene Liste von Elementen (Wörtern und festen Ausdrücken), sondern ein vielfach gegliedertes, flexibles und heterogenes Modul der Sprache. Gegenstand des Kurses sind die Ebenen des Lexikons (primärer Wortschatz, Wortbildungen, phraseologische Einheiten und Konstruktionen), die Prinzipien, die seine Struktur bestimmen (Polysemie, Heterosemie, Motivation etc.) und die Mechanismen, die diesen zugrunde liegen (Similarität, Kontiguität, Kontrast etc.). Ziel ist es, einen systematischen Überblick über das Lexikon der spanischen Sprache und dessen Beziehung zu anderen Bereichen des Sprachsystems herzustellen.

Thomas Krefeld
Die Redeweise vom 'romanischen-germanischen Sprachkontakt' ist praktisch, denn Entlehnungen aus germanischen Sprachen haben die Regionalisierung des Lateinischen und seine Ausgliederung zu den zahlreichen romanischen Varietäten kontinuierlich begleitet. Es ist aber auch irreführend von 'dem' romanisch-germanischen Sprachkontakt (im Singular) zu sprechen, weil so eine grundsätzliche Vergleichbarkeit sehr unterschiedlicher historischer Szenarien suggeriert wird. Schon die Superstratkontakte der Romanen mit Goten, Langobarden und Franken sind historisch und sprachgeschichtlich jeweils speziell. Damit ganz und gar nicht vergleichbar sind die Jahrhunderte währenden adstratalen Kontakte mit dem Alemannischen und Bairischen, sowie seit dem 20. Jahrhundert mit dem Englischen. Das Thema der Vorlesung, die sich an Studierende aller romanischen Sprachen wendet, ist also in idealer Weise geeignet, Grundformen des Sprachkontakts und seines Veränderungspotentials in romanistisch vergleichender Perspektive herauszuarbeiten.

Thomas Krefeld, Stephan Lücke, Caroline von Nicolai
Das im Bereich der Sprachwissenschaft, Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie und der Digital Humanities (DH) angesiedelte Seminar unternimmt den naheliegenden, aber kaum unternommenen Versuch, Daten der genannten Fächer systematisch zusammenzuführen und in Kombination zu visualisieren. Es beschäftigt sich mit dem Sprach- und Kulturraum des Karwendels und dessen unmittelbarem Umfeld. Die durch die archäologischen Zeugnisse fassbare vor- und frühgeschichtliche Besiedlung der Region zwischen Seefelder Sattel im Westen, Achensee im Osten, Inntal im Süden sowie Isartal im Norden soll den Befunden der sprachwissenschaftlichen Analyse der dort verbreiteten Toponyme gegenübergestellt werden. In reziproker Perspektive können Besiedlungsspuren Erklärungsansätze für zunächst rätselhafte Toponyme liefern; umgekehrt erlauben bestimmte Flurnamen Rückschlüsse auf vor- und frühgeschichtliche Besiedlungsmuster. Im Rahmen des Seminars erfolgt auch die Vermittlung elementarer Konzepte und Techniken aus dem Bereich der DH. So werden etwa sämtliche für die Fragestellung des Seminars relevanten Daten in einer relationalen Datenbank verwaltet. Beabsichtigt ist auch die Online-Kartierung der sprachlichen und archäologischen Daten unter Einsatz von Web-Technologie.

Sebastian Postlep
Das Seminar beschäftigt sich auf mehrfache Art mit den Minderheitensprachen auf der Iberischen Halbinsel. Im Fokus stehen dabei typologisch-linguistische Fragestellungen (Abstandsmerkmale, Isoglossen), soziolingustische Fragestellungen (Sprecherzahlen, kommunikative Reichweiten und Ressourcen) sowie sprachplanerische Fragestellungen (Ausbaukonzepte, Normautoritäten, Referenzwerke). Das Seminar ist für Hispanistik- und Lusitanistik-Studierende offen, da die romanischen Minderheitensprachen der Iberischen Halbinsel das gesamte luso-spanische Dialektkontinuum abdecken (von Ost nach West: Katalanisch > Aragonesisch > Asturleonesisch und Mirandesisch > Galicisch). Hinzu kommt das Baskische als isolierte Sprache.

Thomas Krefeld
Die Semantik ist die eigentlich grundlegende sprachwissenschaftliche Disziplin, denn jedes sprachliche Zeichen hat per definitionem eine Bedeutung. Weiterhin ist jede Bedeutung in ein komplexes Netz semantischer Relationen eingebunden, die sie mit einem Ausdruck, mit konkurrrierenden und komplementären Bedeutungen, mit anderen Zeichen und auch mit außersprachlichen Realitäten verbinden (vgl. etwa capo in: capo di governo, capo d'aglio, capo d'anno, una strada che fa capo a..., cento capi di bestiame, un completo a tre capi usw.). Diese Relationen der Polysemie, Metonymie, Meronymie, Taxonomie, Metaphorik, Antonymie u.a. spiegeln unsere kognitiven Fähigkeiten, denn sie entsprechen mentalen Repräsentationen, die wir in unserem Wissen mit den sprachlichen Formen assoziieren. Ausgehend von charakteristischen italienischen Beispielen stehen sie im Zentrum dieser Vorlesung. B.A. Italianistik: P 7.2; LAGy: P 5.2., P 10.1; Master Italienstudien: BV B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht WP 3.0.13/15/17/19. Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30–60 Min.) schreiben oder eine mündl. Prüfung (15–30 Min.) ablegen oder ein Portfolio fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.

Die Pragmatik untersucht, wie die Sprache in menschlichen Interaktionen situativ verwendet wird. Es geht, genauer gesagt, darum wie Handlungen sprachlich vollzogen und verstanden werden. Für einige Handlungstypen (z.B. Aufforderungen, vor allem Fragen) stellen die Sprachen zusätzlich zum lexikon auch grammatische Mittel zur Verfügungen. Vieles wird jedoch ganz indirekt, versteckt und dennoch oft sehr effizient formuliert. Wir werden uns mit den Klassikern der Pragmatik befassen (Austin, Searle, Wittgestein, Grice u.a.) und ihre Kategorien auf das Italienische beziehen. Domaneschi, Filippo (2014): Introduzione alla pragmatica, Roma: Carocci

Thomas Krefeld
Ziel der Sprachsoziologie ist es, den gesellschaftlichen Status eines Idioms in methodisch kontrollierter Weise zu bestimmen. Sie hat sich seit ihrer Begründung durch Heinz Kloss zu einer weithin akzeptierten sprachwissenschaftlichen Teildiziplin entwickelt, deren Bedeutung einerseits in der Sprachgeschichtsschreibung und andererseits in der Sprachplanung liegt. Als nützlich haben sich vor allem die Konzepte des Ausbaus und der Überdachung erwiesen; sie erlauben es - unter anderem - die Entwicklung von Einzelsprachen zu typisieren und zu vergleichen. Allerdings führt die Grundkonzeption leicht zu Widersprüchen, da sie einen zielgerichten Prozess voraussetzt, parallelen Ausbau nicht abbilden kann und mit Textdomänen operiert, die sich nicht operationalisieren lassen ('eigenbezogen', 'naturwissenschaftlich' u.a.). Wir werden das etablierte Modell im Detail besprechen und sinnvolle Adaptationen diskutieren. Die romanischen Sprachen,mit denen wir uns befassen werden, richten sich teilweise nach den Studienschwerpunkten der TeinehmerInnen. In jedem Fall werden nicht nur 'große', sondern auch 'kleine' romanischen Sprachen behandelt. Literatur: Kloss, Heinz (21978): Die Entwicklung neuer germanischer Kultursprachen seit 1800, Düsseldorf: Schwann

Thomas Krefeld, Desislava Zhekova
Das Seminar richtet sich an Studierende der Computerlinguistik und der Romanistik. Datenbasis ist ein Korpus, das aus romanischen Wikipedien gebildet wird. Es bildet vergleichbare Ausschnitte der sprachlichen Wirklichkeit ab und liefert deshalb eine verlässliche Grundlage für quantitative Untersuchungen. Ziel der Veranstaltung ist es, die relative Ähnlichkeit der romanischen Sprachen in Bezug auf typologisch relevante Merkmale darzustellen (Stellung und Kombinierbarkeit von Nominaldeterminanten, Verbstellung, Subjektpronomina, Stellung der Objektpronomina, Gebrauch des Infinitivs u.a.). Wenn möglich, sollen Tandems aus Studierenden beider Fachrichtungen gebildet werden.

Thomas Krefeld
Die Beschreibung der räumlichen Sprachvariation hat in der Geschichte der Sprachwissenschaft seit Beginn eine wichtige Rolle gespielt; insbesondere hat sie das spezifische Interesse für die gesprochene Sprache und die Mündlichkeit geweckt und stets zügig für die wissenschaftliche Nutzung technischer und medialer Innovationen gesorgt. Auch in der Umsetzung der Optionen, die sich mit den Neuen Medien ergeben haben, ist die Sprachgeographie besonders fortgeschritten. Es ist durchaus angemessen, von 'digitaler Geolinguistik' zu reden. Die Vorlesung wird den Stand der Forschung ausgehend von existierenden Portalen präsentieren. Als zentrales Referenzprojekt dient VerbaAlpina. Literatur: Thomas Krefeld & Stephan Lücke (2014): Geoling 2.0 – Ein aktueller Bericht aus der Werkstatt der webbasierten Sprachgeographie, in: Tosques, Fabio (Hrsg.), 20 Jahre digitale Sprachgeographie - Tagungsband (Berlin 02. bis 03. November 2012), Berlin, 130-151. Download

Thomas Krefeld
Die Vorlesung dieses Wintersemesters ist einer neuen Konzeption verpflichtet, die über die Bereitstellung einer web-basierten WordPress-Umgebung durch die ITG ermöglicht wurde; es handelt sich um eine Art Pilotprojekt. Die Veranstaltung will den Studierenden ausdrücklich ausformulierten und durch Hyperlinks angereicherten Text liefern; es wird daher nicht mit Präsentationen mehr oder weniger unverbundener Einzelfolien gearbeitet. Erwartet wird kritische und kommentierende Lektüre seitens der Teilnehmer und die Nutzung der ‘Kommentar’-Funktion auf dieser Website. Wer die Vorlesung auch offline nachbereiten möchte kann über das Druckmenü des Browsers eine PDF-Version erstellen.


Vor- und Fruehgeschichtliche Archaeologie

Caroline von Nicolai, Stephan Lücke
Geographische Informationssysteme (GIS) stellen heute in der Archäologie das wichtigste Werkzeug dar, um raumbezogene Daten zu untersuchen. Ebenso wichtig wie GIS-Anwendungen sind für die Archäologie inzwischen webbasierte Datenbanken. Sowohl der Umgang mit bestehenden Anwendungen als auch die Durchführung eines Projekts in QGIS in Verbindung mit einer eigenen Datenbank sind deshalb Schlüsselqualifikationen für die Studierenden der Archäologie, die sowohl bei späteren Tätigkeiten in der Forschung als auch in der praktischen Bodendenkmalpflege oder in Grabungsfirmen von großer Bedeutung sind. In der Übung erlernen die Studierenden daher anhand von praktischen Beispielen aus der Eisenzeit in Bayern den Aufbau einer relationalen Datenbank, die Erfassung von digitalen Forschungsdaten mit Hilfe dieser Datenbank und die Auswertung und Kartierung dieser Daten in einem Geographischen Informationssystem. Dabei wird Opensource-Software verwendet, nämlich das Datenbankverwaltungssystem MySQL sowie die GIS-Software QGIS. Um Probleme mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Softwareversionen zu vermeiden, erfolgt die Arbeit sowohl während des Seminars als auch zuhause über den virtuellen Desktop des Digital Humanities Virtual Laboratory (DHVLab).