‚Ausbau‘ und ‚Abstand‘ in der Romania: eine kritische Revision der Sprachsoziologie

Thomas Krefeld

Bedingungen

Für einen erfolgreichen Abschluss werden folgenden Leistungen erwartet:

  1. Präsentation eines Themas durch ein Thesenpapier (= Beitrag in diesem Portal), das externe und portalinterne Links enthalten sollte; 
  2. engagierte mündliche Mitarbeit;
  3. Ausarbeitung von 1. zu einem ausformulierten Beitrag im Umfang von 3500 – 5000 Wörtern.

Themen

1. Grundlagen

Die Romania continua und die Romania discontinua

  • Geolinguistische Kontinuität
  • Sprachgeschichtliche Kontinuität

Multiple Kompetenz (individueller Bilinguismus) und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit (sozialer Bilinguismus und Diglossie)

Grundbegriffe der Sprachsoziologie von Heinz Kloss (Hilz 4.11.2016)

  • Ausbau: eine Dichotomie (Sprache vs. Dialekt) oder ein Kontinuum? Hilz
  • Phasen Hilz
  • Textdomänen (Kloss, Eufe) Hilz
  • Das Konzept der ‚pragmatischen Schriftlichkeit‘ (Hagen Keller) 
  • Abstand
  • Überdachung (Muljačić)
  • Zum Verhältnis ethnischer, politischer und sprachlicher Kategorien (‚Volk‘, ‚Nation‘, Sprachgemeinschaft‘)

2. Sprachsoziologie in der Sprachgeschichtsschreibung 

Die Anfänge der romanischen Schriftlichkeit im Lichte der Ausbaukomparatistik

  • Regionale Verteilung und Domänen: bis 1500 (Ibero-, Gallo- und Italoromania) (Kraller? 11.11.2016)   
  • Die so genannte Scripta (Patsch 18.11.2016)
  • ( )
  • Überdachung, Standardisierung und Mediengeschichte (oder: Der Buchdruck und seine sprachgeschichtlichen Folgen) (Warras 25.11.2016)

3. Sprachsoziologie und Sprachplanung

Die Standardisierung romanischer Kleinsprachen

( )
  • Aragonesisch
  • Katalanisch (Ciolpan 2.12.2016)
  • Rumansch Grischun (Dauhrer 9.12.2016)
  • Ladin dolomitan (?)
  • Standardisierungsversuche in Sardinien (L.Dorn 16.12.2017)
  • Initialer Ausbau romanischer Dialekte und Kleinsprachen in den Wikipedien  (Dorn: Italoromanisch 13.1.- Huber: ‚Franko’romanisch 20.1.2017)
  • Gehört das Gascognische zum Okzitanischen? (Anna Unsinn 20.1.2017)
  • Das Rumänischen und das so genannte Moldauische (Wöhrmann 27.1.2017)
  • Der Ausbaugrad des Guaranì (Gomoll 3.2.2017)
  • Ausbau und Status einer Kleinstsprache: das Grico im Salento (Provinz Lecce) (Ingrosso 10.2.2017)

 

Gliederung:

1. Historische Sprache
Die zwei Ebenen der europäischen Ausbausprachen
Der Gegenstand der Sprachgeschichtsschreibung
Sprachgeschichtliche Forschungstraditionen und das nationalphilologische Paradigma
Von der Varietätenlinguistik zur Linguistik der Variation im kommunikativen Raum
Perioden der italienischen Sprach- und Mediengeschichte

2. Die Sprachsoziologie (04.11.2016)
Grundbegriffe der Sprachsoziologie von Heinz Kloss
Materialien zum Konzept 'Ausbau'
3. Sitzung
Volkssprachliche Urkundenschriftlichkeit im mittelalterlichen Okzitanien
4. Scripta (17.11.2016)
Die so genannte Scripta
5. Ausbau, Überdachung - und Buchdruck
Der Buchdruck und seine sprachgeschichtlichen Folgen
6. Katalanisch (02.12.2016)
Die Normalisierung des Katalanischen
7. Das Bündnerromanische (09.12.2016)
Rumantsch Grischun

8. Sardisch (16.12.2016)
Standardisierungsversuche des Sardischen
9. Sitzung (13.01.2017)
Sprachdokumentation in der okzitanischen Wikipedia - ein Ausdruck von Sprachstandardisierung?
10. Italoromania, Gaskognisch (20.01.2017)
Initialer Ausbau italoromanischer Dialekte und Kleinsprachen in den Wikipedien
Gehört das Gaskognische zum Okzitanischen?
11. Rumänisch in Moldawien (27.01.2017)
Лимба молдовеняскэ - Limba moldovenească: Ausbau und Abbau
12. Nicht romanische Sprachinseln in Italien (10.02.2017)
Ausbau und Status einer Kleinstsprache: das Griko im Salento (Provinz Lecce)
Allgemeine Beiträge zur Veranstaltung:
Biblio_Ausbau_500
Biblio_Okzitanischen_Urkundenschriftlichkeit

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