Ontologie – semiotisch betrachtet

1. Mensch – Welt – Ontologie Der philosophische Ausdruck Ontologie bezeichnet einen Kern der europäischen Geistesgeschichte, nämlich die Lehre (griechisch λόγος / lógos) vom Seienden (griechisch ὄν / ón); der Ausdruck selbst ist zwar eine Prägung des 16. Jahrhunderts (vgl. ; Link), die Fragestellung als solche, die auf die Kategorien, Attribute und die damit verbundenen […]

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FAIR – Forschungsethik im Web

4. Ein contrat social für die Wissenschaftskommunikation im Internet Forschung ist in ihrem Wesen kollaborativ: Denn Fortschritt gibt es nur auf der Grundlage des jeweils bereits verfügbaren Wissens. Im Rahmen der Wissensgesellschaft (Link), die sich durch die medial garantierte, permanente und flächendeckende Verfügbarkeit eines praktisch unbegrenzten Wissens auszeichnet, hat sich auch der Horizont der wissenschaftlichen […]

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Bidirektionale Suche: KONZEPT ↔ Bezeichnung

6. Ein Anwendungsbeispiel: VerbaAlpina Gegenstand des Projekts VerbaAlpina ist „der alpine Kulturraum im Spiegel seiner Mehrsprachigkeit“; diese Formulierung will ernst genommen werden, denn sie setzt die systematische Trennung von KONZEPTEN und Bezeichnungen als grundlegendes Prinzip voraus. Im Grunde genommen ergab sie sich in ganz selbstverständlicher Weise aus der Absicht die Mehrsprachigkeit des Raums auf der Ebene […]

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Online-Lexikographie: ein Grundstein der Digital humanities

8. Lexikographie – zur diffusen Situation einer wichtigen Subdisziplin Die Entstehungsgeschichte der sachorientierten Enzyklopädie vollzog sich in – mitunter nicht sehr klarer – Abgrenzung von der bereits früher etablierten Gattung der Wörterbücher; letztlich wurde die einzelsprachunabhängige Verknüpfung reiner Sachinformationen erst mit dem Aufbau von Wissendatenbanken oder Ontologien möglich. Die Gattung des Wörterbuchs ist ein Produkt […]

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Die enzyklopädisierte Gesellschaft

11. Wikipedia – Ende und Anfang Der Kreis als ideale geometrische Gestalt hat bekanntlich weder Anfang noch Ende; dasselbe gilt wohl auch für das Wissen, das auf das Engste mit der allerjüngsten Phase der Evolution verbunden ist, so dass Carl von Linné unsere biologische Species deshalb als Homo sapiens ‘wissender Mensch’ (1758) bezeichnet hat. Einen […]

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Forschung in der Wissensgesellschaft

15. Gesellschaftliche Positionierung der wissenschaftlichen Disziplinen In einem groben Modell wird die Entwicklung der menschlichen Gesellschaften über die Herausbildung grundlegender Sektoren der Wirtschaft und die Verschiebung ihrer jeweiligen Gewichtung skizziert: In einem ersten Veränderungsprozess wird der zunächst grundlegende, primäre Sektor der Landwirtschaft durch einen sekundären Sektor, nämlich die im Gefolge der Mechanisierung massiv wachsende Bedeutung […]

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Burgus

Der lexikalische Typ fra. bourg/ita. borgo usw. wird auf eine Entlehnung aus dem Germanischen oder zumindestens auf die Kreuzung eines griechisch-lateinischen Typs mit einer germanischen Entlehnung zurückgeführt. Beide Auffassungen erweisen sich im Lichte einer historisch genauen und onomasiologisch abgesicherten Quellenlektüre als revisionsbedürftig. Es sollte vielmehr die umgekehrte Entlehnungsrichtung und die Herkunft des deu. und germanischen […]

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Dächer, Schirme, Diversität – Italienisch im kommunikativen Raum seiner Sprecher

  Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine, vor allem zu Beginn, modifizierte Version von .       22. Rahmenbedingungen der humanities Der Name dieses Portals ist programmatisch: Er benennt die aktuelle Situation der Geisteswissenschaften, oder: der humanities, die sich seit einigen Jahren in einem komplexen Prozess des Medienwechsels befinden. Die gesamte Wissenschaftskommunikation […]

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Neue Romania

27. Ein Produkt des europäischen Kolonialismus Die Entstehung der romanischen Sprachen beginnt mit der großräumigen Verbreitung des Lateinischen im Gefolge der Expansion des Römischen Reichs; die historische Romanistik impliziert daher eine starke migrationslinguistische Komponente . Über die Anfänge hinaus ist Sprechermobilität  bis heute eine Konstante der weiteren Entwicklung geblieben; sie liegt auch der Dreiteilung der […]

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Standardisierung: Italo- und Dakoromania

30. Ibero-, Gallo-, Italo-, Dakoromania Mit diesen vier Ausdrücken sind die beiden Vorlesungen zur Standardisierung der romanischen Sprachen überschrieben; sie identifizieren in etwas unscharfer und auch missverständlicher Weise die vier Teilräume der Alten Romania, in denen sich die Territorien der portugiesischen, spanischen, französischen, italienischen und rumänischen Standardsprachen entwickelten. Neben diesen fünf ‘großen’ Sprachen, wurden – […]

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