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Negationsformen in der Romania

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Negationsformen in den romanischen Sprachen. Hier wird die einfache Negation ‚nicht‘ sowie das Negationswort ‚nichts‘ behandelt. Zunächst wird die Entstehung der Formen der einfachen Negation erklärt sowie das Konzept der Grammatikalisierung beschrieben. Als Nächstes wird die Karte der einfachen Negation vorgestellt, worauf die Erläuterung der entstandenen Areale folgt. Das weiterfolgende Kapitel behandelt die Entwicklung des Negationswortes ‚nichts‘ vom Lateinischen bis in die romanischen Sprachen. Als Folgendes wird die entsprechende Karte vorgestellt, worauf die Erläuterung der Areale unter einer näheren Analyse der Formen folgt. Darauf folgt die dritte Karte, die die Verstärkung des Negationswortes ’nichts‘ durch Negationspartikel behandelt. Daraus folgt die Analyse der Negationsformen in Bezug auf die Grammatikalisierung. Im Kapitel zu der Methodologie wird auf die Probleme bei der Erarbeitung von Daten eingegangen. Abgeschlossen wird die Arbeit durch ein kurzes Fazit.

2. Die einfache Negation – ’nicht‘

Im Lateinischen wurde die Negation durch ein einfaches non, welches vor dem Verb platziert wurde, ausgedrückt. Während die Negation in vielen romanischen Sprachen nach dem gleichen Prinzip gebildet wird (Italienisch non, Spanisch no, Portugiesisch não), setzte sich im Französischen die Verwendung der zweiteiligen Negation ne .. pas durch, was im Vergleich zu den anderen romanischen Sprachen eine Neuerung darstellt (Walter 1994, 63).

Im Altfranzösischen genügte die einfache Verneinung, welche zuerst in der Form non existierte, die dann im 12. Jahrhundert zu der Form ne abgeschwächt wurde. Die alten Texte zeugen bereits von Fällen, in denen die Negationspartikel ne durch Begriffe verstärkt wurde, die Gegenstände mit geringem Wert bezeichneten, wie pas, point, mie, goutte sowie auch ail, clou, miette und grain. Ursprünglich kamen diese Partikeln nur mit den Verben vor, die semantisch zu diesen passten, z.B: „il ne marche pas„; „il ne mange mie„; „il ne boit goutte„. Ab dem 15. Jahrhundert begannen pas und point die verschiedenen anderen Formen in den Hintergrund zu drängen. Die Schriftsteller des 16. und 17. Jahrhunderts benutzten weiterhin die Partikeln mie, goutte und grain, allerdings waren diese oft nicht mehr an die Verbsemantik gebunden (Walter 1994, 64).

Ein auffälliges Merkmal der Negation besteht darin, dass ihr Ausdruck dazu neigt, sich mit der Zeit zu entwickeln und zu verändern. Die relevanten Veränderungen scheinen in sprachübergreifender Hinsicht sehr häufig zyklischen Mustern zu folgen. Das bekannteste derartige Muster ist der so genannte Jespersen-Zyklus (Jespersen’s Cycle). Dieser bezieht sich auf eine Reihe von Sprachen, die die Standardnegation durch eine oder mehrere Negationspartikeln ausdrücken (Hansen/Visconti 2012, 454). Jespersen selbst beschreibt den Zyklus wie folgt:

[t]he original negative adverb is first weakened, then found insufficient and
therefore strengthened, generally through some additional word, and this
in turn may be felt as a negative proper and may then in the course of
time be subject to the same development as the original word.

(Jespersen 1917, 4) zitiert nach (Hansen/Visconti 2012, 454)

Es heißt also, dass die Negationspartikeln so stark abgenutzt werden, dass diese Abnutzung durch Verstärkungen kompensiert werden muss. Diese Verstärkungen werden wiederum aufgrund der Entwicklung der Sprache allmählich als unzureichend empfunden, was dazu führt, dass weitere, neue Partikel zur Verstärkung der Negation verwendet werden. Folgende Beispiele stellen solche Entwicklung der Negation in Französischen und Englischen dar:

(1) Frz.: Ne dico -> Non dico -> Jeo ne di -> Je ne dis pas -> Je dis pas. 

(2) Engl.: Ic ne secge -> I ne seye not -> I say not -> I do not say -> I don’t say.

(Muller 1991, 206)

 

Diese Entwicklung geht mit der Grammatikalisierung einher. Unter Grammatikalisierung verseht man „den Prozess, in dem ein lexikalisches Morphem grammatische Eigenschaften annimmt. Das Resultat ist eine grammatikalisierte Form.“ (Stein 2014, 100)

Grammatikalisierung umfasst vier miteinander verbundene Hauptmechanismen:

  • (a) Desemantisierung (semantic bleaching) – Bedeutungsverlust.
  • (b) Erweiterung oder Verallgemeinerung der Kontexte (context generalization) – Verwendung in neuen Kontexten.
  • (c) Dekategorialisierung (decategorialization) – Verlust der morphosyntaktischen Eigenschaften, die für lexikalische oder andere weniger grammatikalisierte Formen charakteristisch sind.
  • (d) Erosion (phonetic reduction) – Verlust an phonetischer Substanz (Heine/Kuteva 2002, 2).

Nach diesen Mechanismen wurden auch solche französischen Begriffe wie pas, point, mie grammatikalisiert, sodass ihre Bedeutung für den heutigen Sprecher nicht mehr transparent ist. Dies betrifft aber nicht nur das Französische, sondern auch die im Kapitel 2.2 beschriebene Formen wie das Katalanische cap, das Italienische miga und brisa und andere.

Als Folge der Grammatikalisierung, scheint die Negativform pas mittlerweile die Partikel ne im gesprochenen Französisch verdrängt zu haben, da sie für den Ausdruck der Negation ausreicht. Sätze wie „je sais pas“; „je vois pas“ sind in der gesprochenen Sprache viel gebräuchlicher als „je ne sais pas“; je ne vois pas“, und zwar in allen Bildungsschichten (Walter 1994, 64).

2.1. Karte der einfachen Negation

Position:

  • ▲ – präverbal
  • ■ – prä- und postverbal
  • ⬤ – postverbal
Lexikalische Typen: Etyma:

ne .. pas

(lat.) non ’nicht‘ + (lat.) passus ‚Schritt‘

no .. pas

(lat.) non ’nicht‘ + (lat.) passus ‚Schritt‘

no .. cap

(lat.) non ’nicht‘ + (vlat.) *capu ‚Kopf‘

ne .. mie

(lat.) non ’nicht‘ + (lat.) mica ‚Krümel‘

no .. brisa  

(lat.) non ’nicht‘ + *brisa ‚Krümel‘

ne .. ne

 

ne .. nia

(lat.) non ’nicht‘ + *nullja ‚keine‘

non ⬢

(lat.) non ’nicht‘

no

(lat.) non ’nicht‘

pas

(lat.) passus ‚Schritt‘

buc/boc/bec

 

miga/mia

(lat.) mica ‚Krümel‘

nen(t)

(lat.) *nec gentem ‚keine Person‘

nut(a)

(lat.) nec gutta(m) ‚keinen Tropfen‘

 

Verwendete Karten: 

Die obenstehende Karte beschreibt die Verteilung von Formen der einfachen Negation im romanischen Sprachraum Europas. Die Sprachen, die nicht auf der Karte abgebildet sind, sind das Rumänische und das Portugiesische. Die Daten werden nach zwei Kriterien repräsentiert. Die Symbole stellen das erste Kriterium dar, und zwar die Position der Negationspartikel hinsichtlich des Verbes. Die Wahl des Symbols Dreieck weist auf die Platzierung der Negationspartikel vor dem Verb hin, ein Kreis stellt die Platzierung der Negationspartikel nach dem Verb dar, ein Quadrat bedeutet, dass die Negation zweiteilig ist und die Negationspartikeln vor und nach dem Verb platziert werden.

Die zweite Darstellung erfolgt über Farben, die verschiedene lexikalische Typen repräsentieren. Dabei sollen einige Farben nur einen Verlauf darstellen, da die Formen, die sie darstellen, prinzipiell zusammengehören und vielmehr verschiedene Varianten einer Form zeigen. Zu solchen gehören no und non in Italien und Spanien und ne .. pas und no .. pas in Frankreich und Spanien. Ne .. mie/no .. mia und miga haben ebenfalls denselben Etymologischen Ursprung und hängen daher ebenfalls farblich zusammen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die ersten zwei Formen mit der Negationspartikel ne/no funktionieren, während die Form miga für sich alleine steht. Alle anderen Farben stehen für jeweils eine Form. Die in der Tabelle aufgelisteten lexikalischen Typen stehen in Verbindung mit deren Etyma. Dabei gibt es zwei Formen, deren Etyma unklar sind. Zum einen handelt es sich um die Form ne .. ne die in Nordostfrankreich und Wallonien auftritt, zum anderen handelt es sich um die Formen buc/boc/bec.

2.2. Erläuterung der Areale

Bei der näheren Betrachtung der Karte, erkennt man Muster, die sich aufgrund der Verteilung der Negationsformen bilden. Dreiecke überwiegen in Spanien und Italien. Wobei vor allem in den Grenzgebieten wie Alpen und Pyrenäen ebenfalls Quadrate und Kreise vertreten sind. Frankreich ist zweigeteilt – im okzitanischen Sprachraum findet durchgehend die Nachstellung der Negationspartikel pas statt. Der Rest Frankreichs oberhalb des okzitanischen Gebiets vertritt die zweiteilige Negation mit der Voran- und Nachstellung der Negationspartikeln.

Wenn man die einzelnen Formen näher betrachtet, erkennt man, dass in Spanien (Kastilien, der Valencianischen Gemeinschaft und Katalonien) die Form no für den Ausdruck der Negation weite Verbreitung findet, welche dem Standardspanischen Ausdruck der Negation entspricht. Auch auf den Balearischen Inseln wird die Form no durchgehend verwendet. In Katalonien kommen außerdem die Formen no .. pas und no .. cap vor. Diese sind im Grenzgebiet zu Frankreich vertreten. Die Form no .. pas ähnelt der Standardfranzösischen Negation ne .. pas bzw. dem Okzitanischen pas mit der standardspanischen Negationspartikel no davor. Die Form no .. cap stellt ebenfalls eine Zusammensetzung der Negationspartikeln no und cap dar. Dabei ist anzumerken, dass die Semantische Bedeutung des Wortes cap sich von der des Wortes pas unterscheidet. Während man pas ‚Schritt‘ mit etwas Kleinem assoziiert, stellt cap ‚Kopf‘ einen wichtigen Körperteil dar.

In Frankreich bilden sich zwei große Areale. Das erste umfasst drei Regionen: Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d’Azur und den Westen der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Dort wird durchgehend die nachgestellte Form pas verwendet. Diese Form gilt im Okzitanischen auch als Standard. Auffällig ist dennoch, dass nicht im gesamten okzitanischen Sprachgebiet diese Form präferiert wird: das Gaskognische und Limousinische verwenden die Form ne .. pas. Auch fast im ganzen Rest Frankreichs findet die heute als Standard geltende zweiteilige Negation ne .. pas weite Verbreitung. In Grand-Est kommt eine weitere Form, ne .. mie dazu, die noch im Altfranzösischen neben der Form ne .. pas, ne .. goutte und vielen weiteren existierte. Dass diese Form in der Region Grand-Est auftritt ist nicht verwunderlich, denn schon im Alt- und Mittelfranzösischen gab es eine Tendenz dazu, die Form mie häufiger im Norden und Osten zu benutzten, während pas häufiger im Westen und im Zentrum verwendet wurde (Kawaguchi u.a. 2009, 172). In Wallonien tritt die zweiteilige Negation ne .. ne auf, deren Ursprung unklar ist. Zwar ähnelt sie dem französischen Negationsausdruck ni .. ni, sowie dem Italienischen né .. né, jedoch haben diese die Bedeutung von weder .. noch. Da bei der dieser Karte die einfache Negation abgefragt wurde, müsste dieser Ausdruck ebenfalls die einfache Negation darstellen.

Die Formen, die in Italien überwiegen, sind dieselben wie in Spanien: no und non. Wobei das Standarditalienische non mehr verbreitet ist. Auch auf Sizilien und Sardinien findet man beide Varianten no und non. Eine interessante Sammlung der lexikalischen Typen bietet der Norden Italiens. In Piemont dominieren zwei Typen: nen(t) und nuta. In der Lombardei überwiegt die Form miga, welche vom lateinischen Wort mica ‚Krümel‘ stammt. Vereinzelt tritt die nachgestellte Form no auf. Auch die zweiteilige Negation no .. mia kommt in der Lombardei mehrmals vor. Im Osten der Region Emilia-Romagna kommt eine semantisch Verwandte Form no .. brisa vor. Denn zwar hat das Wort brisa eine andere Etymologie als miga, die semantische Bedeutung ‚Krümel‘ ist für beide Wörter gleich. In Venetien finden wieder die Formen no und non weite Verbreitung, wobei die zweiteilige Form ne .. nia im Norden der Region dazukommt. Der Rest Italiens bleibt relativ homogen, mit einer Ausnahme in Kalabrien: dort kommt die nachgestellte Form pas einmal vor in der Stadt namens Guardia Piemontese. Diese Form lässt sich durch die Geschichte der Stadt erklären. Im 12. Jahrhundert musste die waldensische Bevölkerung aus Piemont aus Gründen von Armut, der religiösen Intoleranz und der Verfolgung fliehen und zog nach einen sichereren Ort Kalabrien, was heute den Namen Guardia Piemontese hat. Die Sprache dieser Bevölkerung war Okzitanisch, weshalb im diesem Ort heute noch ein Dialekt der okzitanischen Sprache gesprochen wird, was diese isolierte Form in Süditalien erklärt (Wikipedia 2020f)

3. Negationswort ’nichts‘

Wie bereits im 2. Kapitel beschrieben, galt im Lateinischen das Wort non als Ausdruck der einfachen der Negation. Dieses wurde aber schon früh mit anderen Begriffen verstärkt, die bereits eine Negation in sich trugen: nullus, nemo, nihil, nunquam. Kurz vor dem Untergang des Römischen Reiches sind dann die Sätze wie „non respondet nihil“ alltäglich geworden (Bourciez 1946: 119) zitiert nach (Cunha 2011, 190).

Diese Ausdrücke sind in den romanischen Sprachen durch andere ersetzt worden. Dabei handelt es sich um Wörter mit positiver Bedeutung, die negiert wurden. In Italien fand die Form nulla eine weite Verbreitung, auch die Formen *ne gentem wurden in Italien und Gallien verwendet. Im Portugiesischen, Galizischen und Spanischen hat sich die periphrastische Form rem nata(m) durchgesetzt, abgeleitet nulla(m) rem nata(m), die im Spanischen später zu nada wurde. Aus nullam rem entstanden das Französische rien sowie das Katalanische res (Cunha 2011, 191).

Heute kann man davon ausgehen, dass alle diese Formen grammatikalisiert worden sind. Denn sie haben solche Prozesse wie Desemantisierung, Dekategorialisierung und Erosion durchlaufen. Dies sieht man auch daran, dass diese Negationswörter elliptisch verwendet werden können: „Qu’est-ce que tu fais ? – Rien“. Das französische ne kann im Unterschied zu rien nicht auf solche Weise verwendet werden (Ashby 1981, 679).

3.1. Karte des Negationswortes ‚nichts‘

 Lexikalische Typen: Etyma:

niente

(lat.) *nec gentem ‚keine Person‘ 

nulla

(lat.) nullus ‚keiner‘

nia

*nullja ‚keine‘

nuta

(lat.) nec gutta(m) ‚keinen Tropfen‘

gota/angota/anguta

(lat.) gutta ‚Tropfen‘

poco

(lat.) paucus ‚wenig‘

cosa

(lat.) causa ‚Ursache’/’Sache‘

mica/miaja

(lat.) mica ‚Krümel‘

nada

(lat.) res nata ‚geborene/existierende Sache‘

rien

(lat.) res ‚Sache‘

res

(lat.) res ‚Sache‘

arren/arrés

(lat.) res ‚Sache‘

pas res/pas r(i)en

(lat.) passus ‚Schritt‘ +  (lat.) res ‚Sache‘

n(i)en du t(o)ut

(fr.) rien du tout

pon

(lat.) punctum ‚Punkt‘

branca/brenca

(kelt.) brinica ‚Zweig‘

garra

(kelt.) garra ‚Bein‘

perrec/perreque

*’Lappen’/’Stofffetzen‘

zarrapa/zarrapita

 

 

 

Verwendete Karten:

Die obenstehende Karte beschreibt die geographische Verteilung der Formen des Negationswortes ’nichts‘ im romanischen Sprachraum Europas. Wie auch bei der Karte für das Wort ‚nicht‘, sind hier das Rumänische und das Portugiesische ausgenommen. Im Unterschied zu der vorherigen Karte hat diese keine Unterscheidung nach Symbolen, weshalb nur der Kreis als Symbol zu sehen ist, da das Negationswort immer in der postverbalen Position vorkommt.

Die Darstellung erfolgt also nur durch Farben, die verschiedene lexikalische Typen repräsentieren. Auch bei dieser Karte sollen einige Farben einen Verlauf darstellen, da die Formen, die mit diesen Farben repräsentiert sind, vom selben Etymon abstammen. Zu solchen gehören rien, res und arrés/arren in Frankreich und Spanien sowie nuta und gota/angota/anguta in Italien.

Alle restlichen Farben stellen jeweils eine Form dar. Die in der Tabelle aufgelisteten lexikalischen Typen stehen in Verbindung mit deren Etyma. Dabei gibt zwei Formen, deren Etymologien unklar sind. Es handelt es sich hier zum einen um die Form perrec/perreque, ‚Lappen‘/’Stofffetzen‘, und zum anderen um das Negationswort zarrapa/zarrapita.

3.2. Erläuterung der Areale

Bei der näheren Betrachtung der Karte, erkennt man Areale, die sich aufgrund der Verteilung verschiedener Formen des Negationswortes für ’nichts‘ bilden. In Asturien ist die Standardspanische Form nada vertreten. In ganz Katalonien findet man die Form res. Bei dieser Form handelt es sich um einen historischen Nominativ (Cunha 2011, 191f). Eine bunte Mischung an Formen gibt es in Aragonien. Dabei muss aber angemerkt werden, dass diese Formen von keinem Sprachatlanten stammen, sondern vom Online-Wörterbuch Aragonario, bei dem alle existierenden Formen nach Dialekten des Aragonesischen aufgelistet sind. Daher entspricht die Verteilung von Formen innerhalb der aragonesischen Dialekten nicht der Wirklichkeit, sondern wurde willkürlich gewählt.

Schon die erste Varietät des Aragonesischen namens aragonés tensino, welche in der Region Alto Gállego gesprochen wird, hat viele Formen. Dies sind: branca, cosa, garra, mica/miaja, pon, perreque und res. Die etymologische Bedeutung des Wortes branca ist ‚Zweig‘. Das Wort cosa stammt vom Lateinischen causa ‚Ursache‘/‘Grund‘ ab, welches im Altpanischen die Bedeutung ‚Sache‘ bekam. Semantisch hängt diese Form mit dem Standardfranzösischen rien zusammen, welches vom Lateinischen res ‚Sache’ abstammt. Das Wort garra hat die Bedeutung ‚Bein‘. Auch wie bei dem Katalanischen cap in der Bedeutung von ‚nicht‘ handelt es sich hier um einen Körperteil. Die bereits bekannte Form mica (hier auch als miaja) kommt in der Region Alto Gállego in der Bedeutung ‚nichts‘ vor. Die Form pon, welche etymologisch vom Lateinischen punctum ‚Punkt‘ abstammt, kommt in dem Gebiet ebenfalls vor. Obwohl diese Form auf der ganzen Karte nur ein paar Mal und nur in dieser Region präsent ist, handelt es sich hier keinen unwichtigen Ausdruck der Negation. Denn sowohl im Französischen als auch im Italienischen existieren heute noch die Formen ne .. point bzw. non .. punto. Das Wort perreque findet in diesem Gebiet ebenfalls Verwendung. Dieses Wort steht für eine unwichtige Sache und bedeutet so viel wie ‚Lappen‘/‘Stofffetzen‘. Die letzte Form der Vatietät aragonés tensino ist res, welche bereits aus dem katalanischen Sprachgebiert bekannt ist. Die Varietet des Aragonesischen tensino panticuto, die ebenfalls in der Region Alto Gállego gesprochen wird, hat die oben beschriebenen Formen branca, cosa, garra, perreque.

In der Region Jacetania werden zwei weitere Varietäten des Aragonesischen gesprochen. Die erste, aragonés ansotano, bietet eine neue Form zu der bereits bekannten pon. Es handelt sich um das Wort zarrapa/zarrapita. Die zweite Varietät, die in Jacetania gesprochen wird, heißt aragonés cheso. Die Formen, die in dieser Region vorkommen, sind dieselben, die bereits oben beschrieben wurden und lauten: branca, cosa, mica, perrec/perreque, pon, zarrapita. In der Ribagorza, wo aragonés bajorribagorzano gesprochen wird, findet man schon bekannte Formen brenca, cosa, miaja und res, aber auch die Form gota, die es in Italien als angota/anguta auftritt.

In Sobrarbe wird aragonés belsetano und aragonés de Sobrepuerto gesprochen. Die Formen von aragonés belsetano sind die bereits bekannten miaja/mica und cosa. Im aragonés de Sobrepuerto findet man die Formen cosa, mica/miaja, res, garra, gota und brenca. In Somontanos kommen die Formen cosa, mica/miaja und brenca vor.

Frankreich ist geteilt in Süden und den Rest. Im Großteil Frankreichs findet die standardfranzösische Form für ‚nichts‘ – rien eine weite Verbreitung. In Aquitanien, wo die gaskognische Varietät des Okzitanischen gesprochen wird, verwendet man die Form arren. Im Grunde genommen handelt es sich hier um dieselbe Form rien, zu der aus phonologischen Gründen ein a als Prothese hinzugefügt wurde. Auffällig ist, dass die verwandte Form arrés in L‘Alguer auf Sardinien vorkommt. Dies hat einen historischen Hintergrund, denn die Stadt stellt heute eine katalanische Sprachinsel auf Sardinien dar. Im 14. Jahrhundert eroberten die Katalanen die Stadt, bauten dort die Festung aus und vertrieben die einheimische Bevölkerung (Wikipedia 2020g). Dies erklärt die Existenz dieser einen isolierten Form auf Sardinien.

Im okzitanischen Sprachraum kommen die Formen res und pas res vor, die den Nominativ des lateinisches Wortes res darstellen. Die Formen, die sich in der Regel durchgesetzt haben, dazu gehört auch das Standardfranzösische rien, sind die Akkusativformen (Stein 2014, 110). Aus diesem Grund hat res eine andere Farbnuance von gelb als rien. Auch im okzitanischen Sprachraum, vor allem im Nordosten, ist die Standardform rien weit verbreitet. Der Form pas res, welche auf dem französischen Territorium in Okzitanien vorkommt, wurde eine andere Farbe zugeteilt, da diese Form noch die Partikel pas zur Verstärkung des Negators res hat. Darauf wird im nächsten Kapitel aber genauer eingegangen.

Auch in Piemont kommt wieder die Form pas res vor. Allgemein erkennt man in Italien, so wie bei der ersten Karte auch, eine Vielfalt an Formen. Am meisten ist das standarditalienische Negationswort niente verbreitet. Als wichtig erscheinen ebenfalls die Formen mit der semantischen Bedeutung ‚Tropfen‘. So dominiert die Form nuta, die vom Lateinischen nec gutta(m) kommt, auf Sardinien. Die anderen zwei Formen, die auf der Insel auftreten, ist das bereits erwähnte arrés und die Standardform niente. Außerdem tritt die Form nuta in Apulien und im Norden von Piemont auf. Die Formen angota/anguta, die ebenfalls die semantische Bedeutung ‚Tropfen‘ haben, sind vor allem in der Lombardei, aber auch vereinzelt in Trentino-Südtirol, Venetien und der Emilia-Romagna vertreten. In der Region Friaul-Julisch Venetien sowie etwas nördlicher davon dominiert die Form nia, die von nullja ‚keine‘ kommt. Auch in der Toskana entsteht ein klares Muster. Dort überwiegt die Form nulla, welche etymologisch vom Lateinischen nullus ‚keiner‘ kommt. In Umbrien und Abruzzen findet man die Form cosa. Diese Form gab es ebenfalls in Aragonien.

Die Form pas ren, die im Süden Italiens in der Stadt Faeto auftaucht, lässt sie durch die Migration aus dem südfranzösischen Raum erklären. Es ist zwar umstritten, ob es durch waldensische Flüchtlinge, Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts, oder durch französische Soldaten, sich in Faeto niedergelassen haben, zum Sprachkontakt kam. Die Tatsache ist dennoch, dass die Gründer der Stadt aus Südfrankeich kamen (Wikipedia 2020h)

Die Entstehung der anderen isolierten Form mica, die in der Basilikata vorkommt, könnte auf Migrationen aus Norditalien während der Zeit der Normannen zurückgeführt werden. Die Varietät, die dadurch entstanden ist, nennt sich das Gallo-Italische der Basilikata (Wikipedia 2020i).

In der Lombardei und Emilia-Romagna, in Piemont sowie Umbrien und Marken kommt vereinzelt die Form poco vor, die vom Lateinischen paucus abstammt. In Ottiglio, Piemont kommt einmal die Form nen du tout vor. Sie ähnelt dem französischen Ausdruck rien du tout, in welchem rien durch niente ersetzt worden ist.

3.3. Verstärkung des Negationswortes ’nichts‘

  • ▲ – ohne Verstärkung
  • ■ – verstärkt durch no
  • ⬤ – verstärkt durch pas

Verwendete Karten:

Sowohl französische als auch spanische und italienische Grammatiken weisen darauf hin, dass nada/rien/niente entsprechend zusammen mit no/ne/non stehen muss. Dennoch sieht es in der Realität oft anders aus.

Die oben abgebildete Karte zeigt, ob das Negationswort ‚nichts‘ alleine oder mit einer Negationspartikel steht. Hierbei handelt sich um dieselben Formen wie bei der vorherigen Karte. Die Farben wurden deswegen geändert, sie repräsentieren weiterhin alle existierenden lexikalischen Typen. Die Symbole hingegen spielen bei dieser Karte eine relevante Rolle. Die Verwendung eines Dreiecks bedeutet, dass das Negationswort allein steht und keine weitere Verstärkung durch eine Partikel benötigt. Die Wahl eines Quadrats bedeutet, dass das Negationswort durch ein no verstärkt wird. Ein Kreis als Symbol heißt, dass das Negationswort durch ein pas verstärkt wurde.

Leider liegt in diesem Fall keine passende Karte für das Französische vor. Bei der bereits verwendeten Karte wurde der Satz „Vous êtes venu sans rien, vous avez gagné quelque chose.“ abgefragt, bei dem die Verwendung von ne grammatikalisch falsch wäre. Man kann die Karte in diesem Fall lediglich für die Formen pas rien im Süden verwenden, da pas dort unmittelbar vor rien steht. Verstärkung durch no, wie bei der italienischen und katalanischen Karte, kann nicht bewertet werden.

Was das Katalanische Sprachgebiet betrifft, so sieht man, dass res überall mit einem no verstärkt wird, das sich vor dem konjugierten Verb befindet. Die vom katalanischen Sprachatlas gesammelten Daten in der Galloromania sowie die Formen aus dem französischen Sprachatlas stimmen überein: rien wird durch pas verstärkt. Im Unterschied zu der Verstärkung durch die Negationspartikel no, steht pas unmittelbar vor dem Negationswort rien. Dies ist nicht verwunderlich, denn die Partikel pas hat aufgrund ihrer Grammatikalisierung bei der zweiteiligen Negation ne .. pas eine feste Position. Auch in Piemont sowie in der Stadt Faeto in Apullien wird rien durch ein unmittelbar davorstehendes pas verstärkt.

In Italien überwiegt die Verstärkung durch non bzw. no, die vor dem konjugierten Verb platziert werden. Auf Sizilien und Sardinien wird das Wort für ‚nichts‘ ebenfalls durch non verstärkt. Die Form poco wird, überall wo sie vorkommt, ohne verstärkende Negationspartikel verwendet, genauso wie die Form nen du tout. Im Norden der Lombardei werden die Formen mit der semantischen Bedeutung ‚Tropfen‘ wie nuta/angota ebenfalls ohne Verstärkung verwendet, in den restlichen Regionen, wo sie vorkommen, stehen diese mit der Negationspartikel non.

Es ist auffällig, dass in Italien die Partikel non oft vor allem an der Grenze zu Frankreich weggelassen wird. Dadurch lässt sich vermuten, dass rien im französischen Sprachraum ebenfalls oft ohne ne verwendet wird. Allein die Tatsache, dass es französische Internetseiten gibt, auf denen das Weglassen der Partikel ne vor dem rien als „häufiger Fehler“ aufgelistet wird, dient als Hinweis darauf, dass die Sprecher oft dazu neigen, dies zu tun (Cruciverbiste.club 2020).

Das Weglassen der Negationspartikel non/no/ne könnte ein Hinweis darauf sein, dass eine Grammatikalisierung der Negationswörter stattgefunden hat. Denn dann haben diese die grammatischen Eigenschaften einer Negation angenommen, was dazu führt, dass sie keine zusätzliche Negationspartikel mehr benötigen.

4. Methodologie

In diesem Kapitel werden die Probleme beschrieben, die sich bei der Erarbeitung der Daten ergeben haben. Als größtes Problem kann man die fehlenden Sprachatlanten nennen. Für die Iberoromania gab es bei dem Sprachatlas, welches das ganze Spanien umfasst – ALPI leider keine Karte für die Negation. Aus diesem Grund mussten die Daten aus den verfügbaren regionalen Sprachatlanten, wie ALECMAN für das Kastilische und ALDC für das Katalanische, zusammengesucht werden. Für Asturien und Aragonien musste auf Online-Wörterbücher GDLA und Aragonario zurückgegriffen werden. Während es für das Asturische noch möglich war, geografische Verteilung der Formen darzustellen, konnten für das Aragonesische nur alle im Wörterbuch verzeichneten Formen präsentiert werden, die an Dialekte des Aragonesischen gebunden waren. Sie zeigen lediglich alle möglichen Varianten für den Ausdruck der Negation, was aber nicht heißen muss, dass alle diese Formen gleich oft und in jedem Kontext verwendet werden. Die Situation für das Portugiesische und das Rumänische sah noch schlechter aus, da es für diese Sprachen keine Sprachatlanten in der digitalisierten Form gibt. Aus diesem Grund konnten diese Sprachgebiete für die Hausarbeit nicht berücksichtigt werden. Es ist außerdem anzumerken, dass die verwendeten Sprachatlanten mittlerweile etwas veraltet sind. So sind sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden: das französische Sprachatlas ALF 1902-1910 und das Sprachatlas Italiens und der Südschweiz AIS 1928-1940.

Was die Erstellung von Karten erschwert hatte, ist die Tatsache, dass es auf dem Portal Digital Humanities keine Möglichkeit besteht, ganze Areale farbig zu markieren und die Punkte daher alle einzeln eingetragen werden mussten. Zwar hat man dadurch die Möglichkeit, alle Marker einzeln einzusehen, um z.B. die Transkription der Form oder die Ortschaft, in der diese Form verwendet wird, zu erfahren, dennoch ist die Erstellung dieser Marker mit Zeitaufwand verbunden.

5. Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die romanischen Sprachen eine Vielfalt an Negationsformen bieten, die bis heute erhalten geblieben sind. Dabei ist die semantische Bedeutung vieler Formen mittlerweile verblasst, da diese grammatikalisiert worden sind. Diese Hausarbeit konnte nur einen kleinen Einblick in das Thema der Negationsformen in der Romania geben. Für die weitere Forschung würde es sich anbieten, weitere Negationswörter in der Romania zu vergleichen, sowie bereits beschriebene Negationsformen in Verbindung mit der Verbsemantik zu analysieren. Außerdem könnte man versuchen, zu erklären, ob die gleichen Formen, die in verschiedenen romanischen Sprachen auftreten, durch Sprachkontakt entstanden worden sind oder, ob es sich dabei um ein polygenetisches Phänomen handelt. Außerdem erachte ich es als sinnvoll, die Sprachatlanten weiter zu digitalisieren, damit die Sprachareale veranschaulicht werden können. Dies könnte sich für weitere sprachwissenschaftliche Forschung als nützlich erweisen.

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