Hamburg als mehrsprachiger Kommunikationsraum mit funktionaler Verteilung

1. Auf den Spuren eines jüdischen Volkes mit fundamentalen Einfluss auf die Geschichte Europas

Die Geschichte der Sepharden reicht weit bis in das 13. Jahrhundert zurück. Es ist eine Geschichte des Hasses, der Ausgrenzung und der Verfolgung, welche nicht selten im Tod endete. Es ist aber zugleich auch ein Geschichte geprägt von Willensstärke, Hoffnung und einem unerschütterlichem Glauben. Nicht zuletzt sind die Sepharden aus diesem Grund auch ein wesentlicher Bestandteil europäischer Historie, welcher die Entwicklung Europas teilweise bis in die Gegenwart hinein definieren sollte.
Damals, als im 15. Jahrhundert die christliche Reconquista ihren Höhepunkt fand, sahen sich zahlreiche spanische und später auch portugiesische Juden, aufgrund des wachsenden Judenhasses in der Bevölkerung und der drohenden Verfolgung durch die christliche Inquisition, dazu gezwungen entweder zum Christentum zu konvertieren oder aber ihr Heimatland gänzlich zu verlassen. Viele von ihnen entschieden sich im Zuge dessen für Letzteres und fanden zunächst Zuflucht auf der Iberischen Halbinsel #von welcher Zeit sprechen Sie?#. Doch waren  sie auch hier nur bedingt vor dem wachsamen Auge der Inquisition in Sicherheit. Deshalb beschloss ein Großteil der Juden weiterzuziehen und sich anderswo in Europa oder Amerika niederzulassen, um dem drohenden Schicksal, dem Tod auf dem Scheiterhaufen, zu entgehen.

Später sollten eben jene spanischen und portugiesischen Juden und ihre Nachfahren als Sepharden bezeichnet werden. Dabei wurde der Begriff Sephardim, Quellen zu Folge, von dem hebräischen Wort Sepharad, einem biblischen Ortsnamen abgeleitet, welcher bereits zwei Jahrhunderte nach Christi als hebräische Bezeichnung für die Iberische Halbinsel verwendet wurde (Herzig, Arno, 1991: S. 21).
Auf ihrer Suche nach einer neuen Heimat ließen sich die Sepharden bevorzugt in Ländern wie dem Osmanische Reich, Italien oder Nordafrika nieder. Aber auch Städte wie Amsterdam, London und Hamburg waren beliebte Ziele für einen Neuanfang und besaßen dadurch alsbald blühende sephardische Gemeinden.

Im Fokus dieser Arbeit steht im Folgendem die Hafenstadt Hamburg, welche sich schnell zu einem neuen Kommunikationsraum der Sepharden im Norden Europas entwickelte. Zu Beginn wird zum besseren Verständis die geschichtliche Ausgangssituation der Stadt erläutert. Im Anschluss daran rückt Hamburg als neuer und mehrsprachiger Kommunikationsraum in den Mittelpunkt dieser Arbeit. Hierbei wird mit zahlreichen Beispielen gearbeitet, um die Thematik so gut und anschaulich wie möglich darzustellen. Abschließend wird daraufhin die stetig zunehmende Assimilation, derer sich auch die Sepharden nicht verwehren konnten, angesprochen und es wird mit einem kurzen Blick in die Gegenwart diskutiert, ob der Einfluss der Sephardim auch heute noch in Hamburg wahrnehmbar ist.

Hamburg als neuer Kommunikationsraum des Nordens

1.1. Die Ausgangssituation im Hamburg des 16. Jahrhunderts

 

Historisches Gemälde Hamburgs

Die historische Situation um 1500 ist in der Hansestadt wohl als äußerst günstig zu beschreiben. Die Hafenstadt hatte, Pestepidemie zum Trotz, eine enormes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen (teilweise wurde dabei eine Zunahme von über 150% verbucht). War Hamburg um 1500 noch eine eher mittelgroße Stadt, so war sie mit ca. 36.000 Einwohnern Anfang des 17. Jahrhunderts bereits die größte Stadt in Norddeutschland. Sie profitierte „[…] von den modernen Handels- und Betriebsformen wie Kommissions-, Speditions- und Wechselgeschäften“ (Studemund-Halévy, 2000: S. 14) und besaß somit schon früh gute Handelsbeziehungen zu den anderen großen Häfen Europas, unter ihnen#Logik# auch Portugal und Spanien. Die zunehmende „Verlagerung des Handels von den Häfen des Mittelmeers zu den Hafenstädten des Atlantiks und der Nordsee“ (Studemund-Halèvy, 2000: S. 14), aufgrund der Entdeckung der Neuen Welt und der Erschließung des amerikanischen Seehandels, führten dazu, dass sich die Hansestadt alsbald zu einem zentralen Anlaufpunkt und Zentrum des Handels entwickelte.
Diese Veränderungen gingen einher mit einem weiteren Faktor, den die Hansestadt zu ihrem Vorteil zu nutzen wusste: In Europa herrschte während des 16. Jahrhundert politisch betrachtet eine äußerst angespannte Situation zwischen den Niederlanden, England, Frankreich, und Spanien, welche letztendlich in einer kriegerischen Auseinandersetzung endete. Aufgrund seiner geographisch günstigen Lage und seiner politischen Neutralität profitierte Hamburg von dieser Entwicklung, da sich beispielsweise Spanien dazu gezwungen sah sowohl Lebensmittel als auch kriegswichtige Materialen in Hamburg zu erwerben (Studemund-Halévy, 2000: S. 15).

All diese Aspekte waren letztendlich zentrale Faktoren warum Hamburg auch derart attraktiv für die Sepharden war. Hamburg war eine aufsteigende Handelsstadt und viele unter den Portugiesen waren ursprünglich fähige Kaufmänner, die aus diesem Grund nach florierenden Häfen Ausschau hielten, um dort ihren Handelstätigkeiten wiederaufzunehmen. Damit einhergehend steigerte der Niedergang Antwerpens, beziehungsweise die Eroberung Antwerpens durch die Spanier lediglich die Attraktivität Hamburgs, da zahlreiche sephardische Kaufleute dazu gezwungen waren auch diese Stadt zu verlassen und eine neue Heimat zu finden.

Hierbei wurde Hamburg oftmals anderen Hafenstädten vorgezogen und zahlreiche Sepharden, besonders die Händler unter ihnen, aber auch Ärzte, Bankiers und Makler fanden in der Elbmetropole vorerst ihre zweite Heimat. Besonders der „[Seehandels] und die (größtenteils vertretene) Bereitschaft, Zuwanderer ohne wesentliche Benachteiligung wirtschaftlich, rechtlich und religiös zu integrieren, waren die beiden wesentlichen Faktoren […]“ bei dieser Entscheidnung seitens der Sepharden. Dort waren die Portugiesen zunächst auch gern gesehen, brachten sie doch neue Handelsverbindungen und Aufträge mit sich und steigerten somit die Einnahmen der Stadt ungemein. Später sollten die portugiesischen Kaufleute deshalb von günstigeren Handelsbedingungen, wie zum Beispiel Steuerreduzierungen und – unter bestimmen Voraussetzungen – sogar Steuerfreiheit, profitieren (Studemund-Halévy, 2007: S.15).

Der wichtigste Aspekt war jedoch immer noch, dass die Sepharden in Hamburg vor dem weitreichenden Einfluss der spanischen Inquisition sicher waren und ihnen somit die Ausübung ihres Glaubens im privaten Bereich ermöglicht wurde. Unabhängig

ob nun katholisch oder jüdisch — die ersten Migranten von der Iberischen Halbinsel […] wurden von den Hamburgern in erster Linie als „Portugiesen“ wahrgenommen. […] Räumlich konzentrierten sie sich [innerhalb Stadt] fast ausschließlich auf die Gegend Burstah, Mönkedamm, Alter Wall, Herrlichkeit und Krayenkamp (Studemund-Halévy 2007, S. 38f.).

1.2. Die Sprachen der Sepharden und ihre jeweilige situationsbedingte Verwendung

Betrachtet man die Sprache der Sepharden, so lässt sich im Allgemeinen feststellen, dass die jüdischen Gemeinden im Norden Europas ausschließlich die portguiesische Sprache im Umgang miteinander verwendten. Dagegen fand beispielsweise in den südlicheren Gemeinden des Kontinents hauptsächlich das Judezmo – zu Deutsch Judenspanisch – Anwendung. Um Mitte des 15. Jahrhunderts griff der jüdische Verleger Menasseh ben Isreal eben jenes Thema in einem Brief an die Heiligen Synagogen von Italien und Holstein auf und behandelt es ausführlich. Deshalb kann auch heute noch mit großer Gewissheit von der Richtigkeit dieser Annahme ausgegangen werden (Studemund-Halévy, 2000: S. 12).
So verwundert es aber auch nicht, dass in Hamburg das Portugiesische als zentrale Umgangssprache sowohl innerhalb der jüdischen Gemeinde als auch im Umgang mit anderen Gemeinden, im Handel1 und in offiziellen Registern verwendet wurde. Was vermutlich auch ausschlaggebend dafür war, dass die jüdische Gemeinde der Elbmetropole offiziell als ‚Portugiesisch Jüdische Gemeinde‘ betitelt wurde und nicht als ‚Spanisch Portugiesisch Jüdische Gemeinde‘, wie es in anderen Ländern  und Städten der Fall war (Studemund-Halévy, 2007: S. 13).

Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass das Protugiesische, die einzige, in der Gemeinde vorherrschende Sprache war. Im Gegenteil: Es wurden noch einige weitere Sprachen innerhalb der Gemeinschaft verwendet. Wobei diese aber lediglich in bestimmten Teilbereichen des Lebens Anwendung fanden und ihnen dementsprechend meist eine spezifische Funtion zugeteilt wurde. Dies bedeutet also, dass in bestimmten Situationen es als angebracht galt eine bestimmte Sprache zu verwenden. Eben jene Regelung wird nun anschließend genauer erläutert und mit Beispielen veranschaulicht. 

1.3. Portugiesisch als Sprache des Alltags und des Handels

Wie bereits erwähnt und wie auch in anderen Städten Nordeuropas so üblich, wurde in Hamburg des 16. und 17. Jahrhunderts das Portugiesische als Umgangssprache unter den Sepharden verwendet. Ein interessanter Aspekte hierbei ist, das dies auch für jene Sepharden galt, die ursprünglich nicht aus Portugal stammten, sondern aus anderen Ländern, wie etwa Spanien, Italien oder Nordafrika. Anstatt in spanisch oder italienisch miteinander zu kommunizieren, sprachen auch sie fast ausschließlich portguiesisch untereinander. Belege für die These lassen sich heute noch in einigen offiziellen Dokumenten finden. Beispielsweise zeigt das, von der sephardische Gemeinde verwendete Protokollbuch, dass die offiziellen Gemeindeangelegenheiten bis in das 20. Jahrhundert hinein auf portugiesisch abgewickelt worden sind. Das bezeugt auch die letzte erhaltene Mitschrift aus dem Jahre 1937 mit der typischen Anfangsformel des jüdischen Jahres: Em Nomen de Deos Bendito; was sich wie folgt übersetzen lässt: Im Namen des gebenedeiten Gottes. Oftmals dienen auch Lieder oder Sprichwörter als Zeugnis für derartige Annahmen. Allerdings finden sich in der Hansestadte – im Gegensatz zu anderen Städten – leider nur wenige derartiger Niederschriften, da sie vermutlich entweder dem Krieg oder dem großen Stadtbrand zum Opfer gefallen sind (Studemund-Halévy, 2007: S.161). Eines der letzten noch bekannten Sprichwörter lautet allerdings wie folgt: „A gal[linha?] da minha vizinha é melhor que a minha“. Was zu Deutsch so viel bedeutet wie: Das Huhn meiner Nachbarin ist besser als mein Huhn (Herzig, 1991: S. 288).

Dadurch, dass die Sepharden auch unweigerlich mit den deutschen Einwohnern der Stadt im Kontakt standen und regen Handel mit den hiesigen Kaufleuten betrieben, besaß ein Großteil unter ihnen gute Deutschkenntnisse. Durch den damals vorherrschenden Sprachaustausch kam es teilweise aber auch dazu, dass portugiesische Wörter ihren Weg ins Deutsche fanden. Davon zeugen einige portugiesische – oftmals handelsspezifische – Vokabeln, die in die deutsche Sprache miteingeflossen sind. Darunter zum Beispiel: fintas (Beiträge), offertas (Spenden) und delegado (Stellvertreter) (Herzig, 1991: S. 289). Begriffe, die auch heute immer noch bekannt klingen. Wenn man nun einen Schritt weiter geht, so findet man auch einige wenige Redewendungen, die bis heute archiviert wurden. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel folgende:

„Er macht von allem so viel barafunda (Aufhebens)
Er läßt sein Geschäft a bambolear (drunter und drüber gehen)
Er fürchtet, den Sabbat zu quebrantaren (entweihen)“ (Herzig, 1991: S. 288).

Leider war durch den engen Kontakt mit der deutschen Sprache und die, aus geographischer Sicht, weite Distanz zu anderen, älteren Gemeinden im Süden, ein gewisser Grad an Assimilation nicht zu vermeiden. Und so, um die romanischen Sprache zu erhalten und einer möglichen Assimilation entgegenzuwirken, war bis ins 19. Jahrhundert der Portugiesisch Unterricht für Schüler der Gemeindeschulen verbindlich.
Dabei existierten auch Grammatikbücher, die das Erlernen und das Üben der Sprache erleichtern sollten. Verfasst wurden diese von Abraham Meldola (Nova Grammatica Portugueza) und M.C. Belinfante (Studemund-Halévy, 1994: S. 157).

1.4. Die unterscheidlichen Sprachen des Glaubens und ihres Anwendungsbereiche

Auch im religiösen Kontext wurde in der Hamburger Gemeinde hauptsächlich auf portugiesisch verkehrt.
So verwundert es nicht, dass fast ausschließlich in dieser romanischen Sprache gepredigt wurde und ein Großteil der Inschriften und Gedichte sowohl auf den sephardischen Friedhöfen als auch in den Gebetsbücher in portugiesisch verfasst sind. Dies geschah wiederum aus einem ganz simplen Grund: Die Sepharden in Hamburg waren dem Hebräischem nicht mehr mächtig. Es ist anzunehmen, dass vermutlich ein Großteil der Sepharden in Hamburg kaum bis überhaupt keine Hebräisch-Kenntnisse besaß. Obwohl es trotzdem weiterhin als eine heilige Sprache angesehen wurde, sahen sie sich dadurch dazu gezwungen auf eine andere Sprache auszuweichen. Welche hierbei verwendet wurde ist innerhalb der Gemeinschaft genaustens festgelegt.

So werden beispielsweise die 613 Gesetze Moses nicht wie eigentlich vorgesehen auf hebräisch, sondern auf portugiesisch verfasst, damit „alle jene, die aus Portugal und Spanien kommen, und […] kein Hebräisch beherrschen, genau wissen, wer und was sie sind“. Und wie bereits erwähnt ist die Anzahl der Sepharden, denen es so ergeht, enorm (Studemund-Halévy, 2000: S. 12).

Ebenso wurden beispielsweise zu „besonderen Anlässen [auch spezielle] portugiesische Wendungen verwendet: Boa semana! Que tenha melhoradas festas! Que Deus o escreva em livro de vidas!“ (Studemund-Halévy, 2007: S. 174) Eine Besondere Eigenart der in Hamburg ansäßigen Sepharden ist wohl, dass in diesem Zusammenhang teilweise traditionelle jüdische Begriffe mit anderen Bezeichnungen ersetzt wurden, die entweder portugiesischen Ursprungs waren oder gar eine Kombination von portugiesischen und deutschen Wörten darstellten. Das Rezabuch stellt beispielsweise eine derartige Verbindung bzw. Kombination dar. Es setzt sich aus dem Wort Reza, die portugiesische Vokabel für Gebet, und dem deutschen Wort Buch zusammen. (Studemund-Halévy, 2007: S. 175). Darüber hinaus sagten die Portugiesen beispielsweise buenas fiestas anstatt wie üblich guten Jomtob oder pascua anstatt Passah und Succot wurde kurzerhand mit cabanas ersetzt (Studemund-Halévy, 1994: S. 157).

 

Bildergebnis für jüdischer friedhof königstraße

Friedhof Königstraße

Auch auf den Gräbern wird ein Großteil der Grabinschriften in portugiesisch und teilweise auch in hebräisch verfasst. Wenn Letzteres von den Angehörigen gewünscht wurde, so wurden diese Inschriften und Gedichte von Rabbiner angefertigt, welche meist extra aus dem Ausland nach Hamburg geholt werden mussten. In diesem Fall wurden die Gräber dann  mit zwei Inschriften versehen: Oben die Hebräische Fassung und darunter die Portugiesische. So hatte man eine verständliche Übersetzung der sonst unbekannten Schrift.

Um eine mögliche Zusammensetzung dieser Grabinschriften zu veranschaulichen, werden im Folgenden zwei von ihnen dargestellt. Beide stammen vom sephardischen Teil des jüdischen Friedhof Königstrasse in Altona, #heute ein Stadtteil von #Hamburg. Ebenso zeigen beide sowohl eine hebräische als auch eine portugiesische Inschrift.

 1.) Samuel Henriques:

HENRIQUES
Samuel Henriques
alias Semuel Bueno Henriques (?)
gest. 28. Iyar 5456 / 30. 05. 1696

I Eltern: [?]
III
Hebräische Inschrift:

מצכת
קכודח הכחוד יקו
ונעלה כ“ד שמאל הנדיקיס
נפטר כיוס ר כח
לחדש אייד
שנח החכו
חנצכה

(Grab des teuren und erlauchten unverheirateten Mannes, der geehrte Herr Semuel Henriques. Verstorben am 4. Tag, dem 28. des Monats Iyar des Jahres 5456. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens)

b) Portugiesische Inschrift:

SA/DO BEMAVENTV/RADO/SEMVEL
HENRIQVES/Fo EM 4A/ FA 28/DE HIYAR
ANNO/5456

(Grabstätte des seligen Semuel Henriques. Verstorben am 4. Tag, dem 28. Iyar des Jahres 5456)

(Studemund-Halévy, 2000: S. 469)

2.) Hana Debora de Lemos

 

LEMOS
Hana Debora de Lemos
gest. 2. Tevet 5403 / 24. 12. 1642

I Eltern (?)
III
Hebräische Inschrift:

זאח
מצכח קכורח אשה
[…] מדח חנה
דכורה די לימוס
נפטדה יוס דכיעי
כ לחדש טכח
כשנח החנ […]
כחייס

(Dies ist das Grab der Frau Hana Debora de Lemos. Verstorben am vierten Tag, dem 2. des Monats Tebet des Jahres 5403)

b) Portugiesische Inschrift:

AQVI REPOVZA/ A BEMAVENTVRADA / HANA DEBORA / D LEMOS QVE / EL DIO TENHA EM GLORIA FALESEU EM 2 DE TEBET 5403

(Hier ruht die selige Hana Debora de Lemos, die Gott in Frieden nahm. Verstorben am 2. Tebet 5403)

(Studemund-Halévy, 2000: S. 543).

Vereinzelt sind aber auch andere Sprachen, wie beispielsweise Deutsch, Spanisch und Englisch auf den Gräbern der Gemeinde anzufinden.  

Bei manchen Gräbern findet man auf der Vorderseite die hebräische Inschrift und auf der Rückseite die deutsche / portugiesische Fassung

Vergleicht man die Grabinschriften jedoch mit denen anderer sephardische Gemeinden fällt auf, dass hierbei teilweise massive Unterschiede hinsichtlich der Wortwahl und Formulierung der Grabinschriften existieren. Dies mag auf den ersten Blick nicht weiter verwunderlich sein, liegen teilweise halbe Kontinente zwischen jenen Gemeinden, jedoch scheinen bereits beträchtliche Unterschiede zwischen den beiden Städten Hamburg und Amsterdam zu bestehen, welche geographisch betrachtet eigentlich nicht weit von einander entfernt liegen:

a) Hier liegen die Reste/ hier liegt der Körper/ hier liegt die Asche

Hamburg                      aqui respousão os ossos

Hamburg                      aqui repouza o corpo

Saloniki                        aki repoza los restos mortales […]

Curaçao                       aqui / yacen los restos de […]

Curaçao                       aqui yacen las cenisas de […]

 

c) Gott rief zu sich

Hamburg                       que recolheo el Dio para si

Curaçao                         que para sy recolheu Deus […]

Curaçao                        que el Dio recogio a su gloria […]

Amsterdam                    q el Dio foi servido recolher para si […]

Barbados                       recolhero D para Sy […]

Jamaica                         recojjo Dios a su gloria […]

London                          que foy Ds servido recolher para sy […]

 

f) in der Blüte seiner Jahre

Hamburg                      na flor de sua idade

Amsterdam                  que na flore de sua ydade foy tomada desta para melhor vida […]

Curaçao                        en esta triste clausura yaze una temprana flor […]

Barbados                      na flor de sua idade […]

Jamaica                        que fallecio en esta vida en la flor de su edad […]

(Studemund-Halévy, 2000: S. 97f.)

Ebenso interessant erscheint hierbei, dass es anscheinend auch oftmals mehrere mögliche Formulierungen auf Portugiesisch pro Ort bzw. Gemeinde existierten, die sinngemäß wohl allerdings vollkommen identisch waren.

Weitere Sprachen, welche in der sephardischen Gemeinde im religiösen Kontext Anwendung fanden, hatten oft eine spezifisch vorgegebene Funktion.
Unter ihnen beispielsweise das Spanische: Obwohl es als Nähesprache innerhalb der Gemeinde quasi nicht mehr existierte, wurde

[d]ie spanische Gebetsprache […] auch nach der massiven Flucht der Sephardim 1492 von Kastilien nach Portugal beibehalten. Das Spanische wurde in den Marranengemeinden für die weltliche, religiöse oder rabbinische Literatur, in den wissenschaftlichen Arbeiten, für wichtige Texte und gelegentlich auch für Gebete verwendet (Herzig, 1991: S.289).

Spanisch wird in gewisser Weise als eine sakrale Sprache angesehen, die den Sepharden eine Rückkehr ins traditionelle Judentum ermöglichen sollte, weil viele der Portugiesen keinerlei Kenntnisse über das Hebräische besaßen. Dennoch aber blieb das Hebräische eine heilige Sprache mit hohem Stellenwert für das Sephardim. Aus diesem Grund tat man alles Mögliche um das Hebräische in den religiösen Alltag miteinfließen zu lassen. So auch zum Beispiel der Fall beim Vortrag der Haftara: Hier verlas die Gemeinde zunächst die Verse in Hebräisch, was ursprünglich die Aufgabe des Maftir gewesen wäre. Daraufhin übersetzt dieser die Verse ins Spanische und fungiert somit sozusagen als Dolmetscher.
Ein weiteres Zeugnis dafür, dass das Spanische eine zentrale Rolle in religiösem Kontexten spielte ist, dass an jedem bedeutenden Feiertag das Piyyutim (eine Art liturgische Gedichte auf hebräisch) zuerst auf Spanisch vorgelesen wurde, um so denjenigen, die dem Hebräischen nicht mächtig waren, eine Möglichkeit zur Orientierung zu bieten:

– Mi Dio no me jusgues como mi falcedad
– Manos de Pobres enflaquecidas
– Ora de puertas de voluntad
– Adonay mi Luz y mi salvación
– Dio mi Dio tu
– Angeles repozados
– Sea Alabado

(Herzig, 1991: S.290).

Für den Fall, dass aus der Tora und Talmud zitiert werden sollte, wurde dafür entweder das Spanische oder das Hebräische verwendet. Gleiches gilt für etwaige Lieder und andere Texte. (Herzig, 1991: S. 290).

Um dieser ‚Unkenntnis‘ entgegenzuwirken und die Sprache zu erlernen, welche eigentlich für jeden Juden bei der Ausübung seines Glaubens als unabdingbar galt, veröffentlichte Moseh filho de Gidhon Abudiente ein Grammatikbuch mit dem Titel: Gramatica hebraica. Parte primeyra. Onde se mostram todas as regras nesessarias assim para a inteligenica da lingua, como para compor e escreuer nella em proza e uerso com a elegançia medida que conuem (Studemund-Halévy, 1994: S. 319). Frei übersetzt auf Deutsch bedeutet dies: Die hebräische Grammatik. Teil Eins. In welchem die Regeln aufgezeigt werden, die benötigt werden um die Sprache, ihren Zusammensetzung und ihre Prosawerke, verfasst mit entsprechende Eleganz und Metrik, zu verstehen.

Das Grammatikbuchs Abiduentes

Die Vorgehensweise die dabei von Abudiente bei der Erläuterung der grammatischen Gegebenheiten verwendet wurde, erinnert teilweise an sowohl an die jüdisch-arabischen, als auch an die westlichen ueblichen Vorgehensweisen. Zu Beginn des Werkes, wenn sich der Autor mit der Thematik der Betonung beschäftigt, fällt dies besonders auf:

In fact, with the exception of numerical value, Abudiente uses the term letra (letter) in the sense common in seventeenth century grammar – first thus conceived b the Stoic grammarians – in which three aspects were distinguished, their Latin names being nomen (name), figura (shape) and potestas (power) which is equivalent to our phonetic value […]
The description of the letter ‚alef is as follows: 1, shape: א, name: Aleph, pronunciation: A, in the columns in which appearance and pronunciation with dagêsh were to be given: א, Raras vez. (= raras vezes, ‚seldom‘) (Studemund-Halévy, 1994: S. 327)

In diesem Zusammenhang ist auch die allgemeine Übersichtstabelle, mit allen Buchstaben des Alphabets und ihr entsprechendes hebräisches Äquivalent sehr interessant:

 

Transliteration nach Abudiente

Weitere grammatikalische Themen, welche in diesem Werk behandelt werden, sind zum Beispiel grundlegende Unterscheidungen, wie alle Verben, mitsamt ihren Konjugationen, die verschiedenen Typen von Nomen 2substantive noun, apellative noun = adjective, thing noun, numeral noun,..., deren Morphologie und Unterschiede wie Genus, Numerus und Betonung der Wörter.
Eine besonders interessante Eigenart hierbei ist, dass nach Annahme des Autors nicht nur zwei Numeri existieren, sondern drei: Singular, Plural und Dual.

There are three numbers in Hebrew: singular, dual and plural. It is also mentioned that there are nouns which are sigularia tantum: words like bronze and jasper, for instance, occur only in singular. […]
The dual, which is ending in יס- is used especially of dentate which appear in pairs, like hands, feet etc. A noun like שמיס <šåmayim> ‚heavens‘ is to be considered as a duale tantum.
The general rule with respect to the pluralization of nouns is that the plural of masculines ends in יס- and of feminines in ית-. [Although t]here are a few that are excluded form this rule […]. There are also pluralia tantum (Studemund-Halévy, 1994: S. 354).

Nebst dem Hebräischen und dem Spanischen existieren unter anderem noch das Ladino und das Latein. Letzteres wird beinahe ausschließlich in einem wissenschaftlichen Kontext, sprich Physik, Medizin, etc., oder in der Dichtung verwendet (Studemund-Halévy, 2000: S. 13).
Das Ladino hingegen wird hauptsächlich zur Übersetzung von Texten herangezogen, weshalb es sich dabei auch um eine rein geschriebene Sprache handelt. Da sie allerdings hauptsächlich zur Übersetzung der Heiligen Schriften diente, hatte auch sie einen hohen Stellenwert in der sephardischen Gemeinde und wurde aufgrund dessen neben dem Hebräische als zweite sakrale Sprache angesehen. Die „Ladino—Texte zeichnen sich [dabei] einerseits durch einen spezifisch jüdischen Wortschatz aus, andererseits durch das Bemühen, in der Zielsprache in Hamburg die syntaktischen Merkmale der Ausgangssprache zu bewahren.“ Was somit bedeutet, dass bei Übersetzung der Schriften aus dem Hebräischen in das Ladino jedes Wort für Wort einzeln übersetzt wurde und auch die Stellung der Wörter im Satz gleich blieb und sich nicht änderte. Dies führte aber auch dazu, dass es ab und an zu Fehlern und Missverständnissen kommen konnte: Beispielsweise wurde das Wort Nefesh, welches sowohl mit Hauch, Atem und Seele übersetzt werden kann, dank einer fehlerhaften Übersetzung stets mit Alma übersetzt, welches allerdings nur eine einzige Bedeutung inne hatte: Seele (Herzig, 1991: S. 291).

2. Assimilation und Abwanderung – Was ist heute noch von der einst blühenden Gemeinde übrig?

Anfang und Mitte des 18. Jahrhunderts begannen die Sepharden langsam, aber zunehmend das Hochdeutsche dem Portugiesischen vorzuziehen, da es zum einen einfach gesagt ein breiteres Verwendungsspektrum bot als das Portugiesische und zum andern das Wissen über die romanische Sprache über die Jahrhunderte hinweg zu schwinden begann. Das Schulfach Portugiesisch verlor seinen obligatorischen Stellenwert und wurde somit nicht mehr unterrichtet. Dies fürhte allerdings wiederum dazu, dass die Sprachkenntnisse und -kompetenzen der nächsten Generationen mehr und mehr verloren gingen.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts beherrschten selbst die Vorsteher der sephardische Gemeinde Hamburgs das Portugiesische nur noch sehr begrenzt, wenn überhaupt. Dementsprechend lässt sich ungefähr vermuten, dass bis ins 19. Jahrhundert Portugiesisch im Alltag Verwendung fand. Später jedoch, wurde die romanische Sprache mehr und mehr von allgegenwärtige Landessprache ersetzt.
Heutzutage lässt sich also sagen, dass letztendlich „[d]ie judenspanische Sprache, die viereinhalb Jahrhunderte unbeschadet überstanden hatte, […] in ihrer Existenz bedroht [ist und] sie führt seither einen prekären Überlebenskampf am Rande des Aussterbens durch völlige Assimilation“ (Bossong, 2008: S. 112).

Doch auch der Gemeinde an sich erging es kaum besser: Die Mitglieder schwanden und mit ihnen der Einfluss der Sephardim in Hamburg. Über die Jahrhunderte hinweg verlor Hamburg für die Sepharden zunehmend an Attraktivität. Aufgrund der stetig steigende Judenfeindlichkeit seitens sowohl der geistlichen Obrigkeit als auch seitens der nicht-jüdischen Bevölkerung und der damit einhergehenden immer restriktiveren Politik3wie beispielsweise die Kontrakte von 1617, 1621 und 1650 zogen es viele Hamburger Sepharden vor nach Amsterdam, ins Osmanische Reich oder in die Neue Welt zu ziehen. Später, in den sechziger und siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts beschlossen einige unter ihnen wieder in die Heimat, auf die Iberische Halbinsel zu kehren..
Nach der großen Abwanderungswellen hatten die Portugiesen in den darauffolgenden Jahrhunderten nur noch einen sehr geringen Einfluss auf das alltäglichen Leben der Hansestadt. Die dennoch in Hamburg verweilenden Sepharden gehen zunehmend Eheschließungen mit den aschkenasischen Juden ein oder konvertierten gar zum Christentum.
Als es letztendlich im 20. Jahrhundert zur Machtergreifung durch Hitler kam lebten in Hamburg noch etwa 250 jüdische Portugiesen. Viele von ihnen fanden jedoch während der NS-Herrschaft und des Holocaust den Tod (Beuys, 1996: 718).

Ein Blick in die Gegenwart aber zeigt, dass sowohl das Sephardim #das ist ein Plural ‚die Sepharden’# als auch das Portugiesische, trotz herber Rückschläge, noch nicht vergessen sind. Zwar ist dies vermutlich zu einem großen Teil den Gastarbeitern aus Portugal zu verdanken, welche nach Ende des zweiten Weltkrieges, in den fünfziger und sechziger Jahren, ihr Glück suchten in Deutschland suchten, doch lassen sich dank der Sepharden in Hamburgs Bibliotheken seit dem 17. Jahrhundert Bücher in portugiesischer Sprache finden. Und obwohl zahlreiche dieser aufgrund der Zerstörung durch Krieg und Feuer mittlerweile nur noch als Katalogbestände existieren4Sowie beispielsweise alle „von den vier bedeutenden Büchersammlungen Hamburger Sepharden des 17 hat sich leider keine einzige erhalten, es gibt lediglich noch Kataloge ihrer Bestände.“ (Studemund-Halévy, 2007: S. 161), besitzt die Hafenstadt heutzutage eine der beeindruckendsten und wichtigsten Bücherschätze in ganz Deutschland mit Themenbereichen zu u.a. Astronomie, Medizin und Mathematik etc. (Studemund-Halévy, 2007: S. 161)

Außerdem wurde Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell der Portugiesischunterricht in bestimmten Schulen in wieder den Lehrplan mit aufgenommen. (Studemund-Halévy, 2007: S. 165)

Schlussendlich ist aber auch einzusehen, dass die Blütezeit der Sephardim, ihre Kultur und ihre Sprache, leider längst vergangen ist. Es erscheint somit wohl eher als eine ferne Erinnerung. Einzig und allein einige erhaltene Aufzeichnungen, ein Besuch des jüdische Friedhof Königstraße, der Esnoga (portugiesische Synagoge) oder dem sogenannten Portugiesenviertel zeugen noch von der blühenden sephardische Gemeinde, die einst mitveranwortlich war, dass Hamburg zu der bedeutenden Hafenstadt wurde, die sie heute noch ist.

 

2.1. Literaturverzeichnis

Abudiente, Mose BenGideon (1633): Gramatica hebraica. Parte primeyra. Onde se mostram todas as regras nesessarias assim para a inteligenica da lingua, como para compor e escreuer nella em proza e uerso com a elegançia e medida que conuem. Hamburg

Beuys, Barbara (1996): Heimat und Hölle: Jüdisches Leben in Europa durch zwei Jahrtausende: Religion, Geschichte, Kultur. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt

Bossong, Georg (2008): Die Sepharden: Geschichte und Kultur der spanischen Juden. München: Beck

Herzig, Arno (1991): Die Juden in Hamburg: 1590 bis 1990; wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Ausstellung „Vierhundert Jahre Juden in Hamburg“. Hamburg: Dölling und Galitz

Studemund-Halévy, Michael (1994): Die Sepharden in Hamburg: Zur Geschichte einer Minderheit. Hamburg: Buske

Studemund-Halévy, Michael (2000): Bibliographisches Lexikon der Hamburger Sefarden: Die Grabinschriften des Portugiesenfriedhofs an der Königstraße in Hamburg. Hamburg: Christians

Studemund-Halévy, Michael (2007): Portugal in Hamburg. Hamburg: Ellert und Richter

 

2.2. Bildquellen

Abudiente, Mose BenGideon (1633): Gramatica hebraica. Parte primeyra. Onde se mostram todas as regras nesessarias assim para a inteligenica da lingua, como para compor e escreuer nella em proza e uerso com a elegançia e medida que conuem. Hamburg

Norddeutscher Rundfunk NDR (27.8.2017): „Die Geschichte des Hamburger Hafens“

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/hafen/geschichte/Hamburgs-Hafen-Von-Anfaengen-bis-heute,hafenhamburggeschichte101.html

Studemund-Halévy, Michael (2010): Zerstört die Erinnerung nicht: Der jüdische Friedhof Königstraße in Hamburg. München, Hamburg: Dölling und Galitz

Hamburg.de (28.8.2017): „Jüdischer Friedhof Altona – Über 400 Jahre jüdische Geschichte“

http://www.hamburg.de/sehenswuerdigkeiten/2907602/juedischer-friedhof-altona/

 

 

Eine Antwort

  1. Einleitung: sehr schön, in der Überschrift „fundamentaleM“
    11: „portugiesische“, „verwendeten“
    11,12: sehr schöne Auseinandersetzung mit der Räumlichkeit der SPRACHE und Überleitung zum SPRECHEN (die k’räumliche Terminologie wird aber leider nicht aufgegriffen)
    Zeichensetzung allgemein: Tendenz zu etwas redundanter Kommasetzung
    13-16: prima Aufbereitung der SPRECHsituation „Handel“ und der diesbezüglichen Rolle des Port. und Dt.
    19: „buenas fiestas“ ist aber Spanisch, nicht Portugiesisch!
    46-68: hier hätte in der Analyse ebenfalls zwischen Spanisch und Portugiesisch getrennt werden sollen.
    85: bei wörtlichem Zitat fehlt Beleg (Herzig?)
    17-85: sehr profunde und gewissenhafte Auseinandersetzung mit den sakralen SPRECHsituationen. Insgesamt sehr gut gelungen (teilweise, s.o., wäre eine Trennung in Span. und Port. bei der Analyse noch weiterführender gewesen).
    86-90: sehr rundes Fazit mit Ausblick auf die Neuzeit.
    Allgemein: Trennung zwischen „Hamburg“ und „Altona“ in der Frühen Neuzeit hätte thematisiert werden müssen (und auch die Tatsache, dass der Friedhof in Altona ist, das Portugiesenviertel aber in HH).
    Fazit: Sehr runde und profund recherchierte Arbeit mit schöner Analyse der K’Raum-Ebenen SPRACHE und SPRECHEN (individuelle SPRECHERbiografien werden nicht einbezogen), minimale Unstimmigkeiten in der Argumentation.

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