Materialien zum Konzept ‚Ausbau‘

Die Sprachsoziologie von Heinz Kloss hat zwei Kriterien herausgearbeitet, mit denen der Sprachstatus eines Idioms gerechtfertigt werden kann: den so genannten Abstand und den so genannten Ausbau. 1. Definitionen von Kloss „Die Bezeichnung „Ausbausprachen“ könnte umschrieben werden als „Sprachen, die als solche gelten aufgrund ihres Ausbaus, ihres „Ausgebautseins“ zu Werkzeugen für qualifizierte Anwendungszwecke und -bereiche“. […]

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Die zwei Ebenen der europäischen Ausbausprachen

Die Architektur der gegenwärtigen europäischen Sprachen besteht im Wesentlichen aus zwei Etagen, nämlich aus mehr oder weniger zahlreichen lokalen Dialekten, deren Zusammengehörigkeit durch den Bezug auf eine gemeinsame Standardvarietät gestiftet wird. Sowohl die Dialekte als auch der Standard sind in sich vollständige und potentiell selbstgenügsame sprachliche Systeme (und in diesem Sinn SPRACHEN).   Die Standardvarietäten […]

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Der Begriff PRAGMATISCHE SCHRIFTLICHKEIT

3. Sprachgeschichte mit ‚Dokumenten‘ – und nicht nur mit ‚Monumenten‘ Von Peter Koch stammt der Vorschlag, in der Sprachgeschichte zwischen  ‘Dokumenten’ und ‘Monumenten’, d.h. “Texten mit einer großen kulturellen oder politischen Tragweite” (Koch 1993, 49) zu unterscheiden. Diese Opposition ist zwar ein wenig schwierig, da die ‘Tragweite’ oft erst im Rückblick konstatiert werden kann und […]

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Sprachlicher Ausbau

6. Die so genannte Sprachsoziologie ‚Dialekte‘ sind in sich voll funktionstüchtige sprachliche Systeme (‚Idiome‘) und insofern den ‚Sprachen‘ vergleichbare Codes; es ist daher leicht verständlich, dass die Zuweisung eines sprachlichen Systems zur einen oder anderen Kategorie nicht immer unumstritten ist.  Gleichwohl lässt sich nicht bestreiten, dass beide Arten von Idiomen sich in ihrem gesellschaftlichen Status grundlegend […]

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Genua

  7. Ein breites Ausbaufundament Die staatlich-merkantile Grundstruktur der Republik Genua entspricht im wesentlichen derjenigen von Pisa; das Netz der Stützpunkte ist jedoch weiter, die beherrschten Flächen sind größer und das politische Gebilde ist erheblich dauerhafter. Zunächst sind zwei wichtige historische Ereignisse zu nennen, die Gründung des Erzbistums Genua (1133) sowie ein kaiserliches Diplom Friedrichs II aus […]

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