Polysemie – Inhalte und Konzepte

Lizenzierung 1. Das Beispiel von ita. capo Im (hervorragenden) Vocabolario online Treccani werden die Inhalte von ita. capo in sechs zentrale Bedeutungen gegliedert, denen sehr unterschiedliche KONZEPTE bzw. KONZEPTDOMÄNEN entsprechen: capo s. m. [lat. caput]. 1. La parte più elevata del corpo umano […] negli insetti, crostacei e altri artropodi, nonché nei molluschi e in varî altri invertebrati, è il […]

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Skizze über Galicisch

Geografie: In der autonomen Gemeinschaft Galicien wird Galicisch gesprochen. Diese Gemeinschaft befindet sich im Nordwesten (Spaniens) der Iberischen Halbinsel. Im Norden grenzt es an das Kantabrische Meer und im Westen an den Atlantischen Ozean. Im Süden grenzt es an Portugal und im Osten an die spanischen autonomen Gemeinschaften Kastilien-León und Asturien. Außerdem wird die Sprache […]

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Das sprachliche Zeichen

Lizenzierung 2. Die Integration des diadischen Zeichenmodells in das triadische und die Modellierung des sprachlichen Zeichens Die zweipolige Modellierung des Zeichens einerseits und die dreipolige andererseits schließen einander keineswegs aus, sondern sie lassen sich durchaus integrieren, wie Wolfgang und im Anschluss Andreas gezeigt haben. Es ist einerseits, im Sinne von Peirce bzw. schon von Augustinus, […]

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Das Aragonesische

5.2.1. Geografie Das Aragonesische wird im Norden der autonomen Gemeinschaft Aragóns, in den Provinzen Huesca (im Westen an der Grenze zu Navarra, in einigen Hochtälern und im Nordosten) und Zaragoza (allerdings nur im äußersten Norden) gesprochen. 5.2.2. Typologie Nach dem Ethnologue gehört das Aragonesische zu den romanischen Sprachen (und damit auch zu den indogermanischen Sprachen, Unterfamilie: […]

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Biblio_Semantik

Blank, Andreas (2001): Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer. Bühler, Karl (1960): Das Gestaltprinzip im Leben des Menschen und der Tiere, Oxford (= Enzyklopadie der Psychologie, Band 5). Cassirer, Ernst (1944): The Concept of Group and the Theory of Perception, in: Philosophy and Phenomenological Research, Vol. 5, No. 1 (Sep., 1944), 1-36.   Eco, Umberto (1977): […]

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Zwischen Turin und Lyon

Am Beispiel der romanischsprachigen Westalpen, d.h. hier grosso modo  des Gebiets zwischen dem Rhônetal im Westen und dem Ossolatal im Osten, kann exemplarisch gezeigt werden, auf welche Voraussetzungen eine regionale Sprachgeschichtsschreibung bereits zurückgreifen kann, und welche Datenlücken erst geschlossen werden müssten. 5.3. Dokumentation der überdachten Idiome Die lokalen Mundarten des skizzierten Gebiets werden durch mehrere, […]

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Sprachgeschichtliche Forschungstraditionen

Wenn man nun die drei soeben umrissenen Felder auf die romanistische Forschungstradition abbildet, zeigen sich klare Präferenzen und Defizite. Sprachgeschichtliche Arbeit wurde bislang ganz überwiegend im Bereich (2) geleistet. Dafür sind unterschiedliche, aber miteinander verflochtene Faktoren verantwortlich, in vorderster Linie wohl die Tatsache, dass die  philologischen Disziplinen in der Zeit der Nationalstaatengründungen universitär institutionalisiert wurden sowie […]

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Sprachgeschichtliche Forschungstraditionen und das nationalphilologische Paradigma

Wenn man nun die drei hauptsächlichen Forschungsfelder der Sprachgeschichtsschreibung auf die romanistische Tradition abbildet, zeigen sich klare Präferenzen und Defizite. Sprachgeschichtliche Arbeit wurde bislang ganz überwiegend im Bereich (2) geleistet. Dafür sind unterschiedliche, aber miteinander verflochtene Faktoren verantwortlich, in vorderster Linie wohl die Tatsache, dass die  philologischen Disziplinen in der Zeit der Nationalstaatengründungen universitär institutionalisiert wurden […]

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Von der Varietätenlinguistik zur Linguistik der Variation im kommunikativen Raum

Die varietätenlinguistische Modellierung  des einzelsprachlichen Raums als zweistöckige Architektur von Varietäten markiert zweifellos einen grundlegenden Fortschritt für die Sprachgeschichtsschreibung. Sie greift allerdings noch zu kurz; sie operiert mit zwar dynamisch konzipierten, aber doch stets ausgebildeten und in sich funktionsfähigen sprachlichen Systemen, eben mit ‚Sprachen‘ in Gestalt von ‚Varietäten‘. Dieser Ansatz ist für den Umgang mit empirischen […]

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Der Gegenstand der Sprachgeschichtsschreibung

Vor dem Hintergrund der zweistöckigen Architektur der ‚großen‘ romanischen Sprachen lassen sich nun gewissermaßen drei zentrale Aufgabenbereiche der romanischen Sprachgeschichtsschreibung formulieren; sie zielen im Wesentlichen auf die folgenden Komplexe: (1) die Entstehung und Entwicklung des dialektalen Kontinuums, d.h. des dialektalen Abstands (‚Ausgliederung‘); (2) den Ausbau und die Entstehung und Entwicklung der Standardvarietäten; (3) die Überdachungsprozesse […]

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