< < Vorheriger BeitragNächster Beitrag > >

Die sogenannten „Gastarbeiter“ und die nachfolgenden Generationen

Francesca Mazza

Ankunft der italienischen Gastarbeiter in München

http://www.hdbg.de/gleis11/gleis11_geschichte_weiterleitungsstelle.php

Italienische Gastarbeiter in Frankfurt

https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=16836583&template=bildanzeige

Italienischer Gastarbeiter mit Familie

http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/wie-italienische-gastarbeiter-nach-deutschland-kamen–12885T9162.html

1. Thematisierung des Begriffs Gastarbeiter

Welche Assoziationen weckt dieser Begriff?

Im  Duden wird der Begriff wie folgt definiert: „Arbeiter, der [für eine begrenzte Zeit] in einem für ihn fremden Land arbeitet; ausländischer Arbeitnehmer.“ Gastarbeiter ist erstmals 1967 im Rechtschreibduden erschienen. Warum erweist sich diese Bezeichnung als problematisch?

Der gewählte Begriff des Gastes ist missverständlich, da er suggeriert, dass eine Rückkehrabsicht besteht. Im Gastland Deutschland war nur ein vorübergehender Aufenthalt zur Leistung von Arbeit vorgesehen. Auf der anderen Seite ist es wohl kaum die Aufgabe eines Gastes, für seinen Aufenthalt die Gegenleistung der Arbeit zu erbringen (Bundeszentrale für politische Bildung 2007).

Existiert eine italienische Entsprechung für Gastarbeiter? In der Literatur – beispielsweise bei Richter & Richter 2012 – wird die Bezeichnung lavoratore ospite genannt. Hierbei handelt es sich um eine Lehnübersetzung (it. calco). 

2. Geschichtlicher Hintergrund

Der Wirtschaftsboom im Nachkriegsdeutschland führte zu einem hohen Bedarf an Arbeitskräften, insbesondere im landwirtschaftlichen Sektor, im Bergbau sowie im Straßen- und Brückenbau (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2010). Da Deutschland diesen Bedarf nicht abdecken konnte, wurden gezielt Arbeitskräfte aus dem Mittelmeerraum  angeworben: aus Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte begann 1955 und dauerte bis 1973 (Ölpreisschock und Weltwirschaftskrise) an, als die Bundesregierung einen Anwerbestopp erließ (vgl. Butterwegge 2005). Die Tätigkeit der ausländischen Arbeitskräfte unterlag dem sogenannten Rotationsprinzip. Diese war nämlich zeitlich begrenzt: Nach Ablauf ihres Aufenthalts sollten die Gastarbeiter in ihr Herkunftsland zurückkehren und andere Arbeiter sollten ihre Stelle übernehmen (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2010). Die Realität sah jedoch anders aus: Viele Gastarbeiter verlängerten ihren Aufenthalt, holten ihre Familien nach und so zeichneten sich v.a. Anfang der Siebzigerjahre starke Niederlassungstendenzen ab (vgl. Butterwegge 2005).

2.1. Das Gastarbeiter-Abkommen zwischen Deutschland und Italien

Das erste Gastarbeiter-Abkommen schloss Deutschland mit Italien ab. Am 20. Dezember 1955 wurde dieses von dem Bundesarbeitsminister Anton Storch und dem italienischen Außenminister Martino in Rom unterzeichnet. Dieses Abkommen kam beiden Nationen zugute, da in Deutschland händeringend nach Arbeitskräften gesucht wurde und in Italien, insbesondere im agrarisch geprägten Süditalien, eine hohe Arbeitslosigkeit herrschte (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2010). In den Fünfzigerjahren wurden die italienischen Arbeitskräfte hauptsächlich für die süddeutsche Landwirtschaft sowie das Gaststätten-, Hotel- und Baugewerbe angeworben. Durch die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft wurde die Anwerbung auf weitere Branchen, insbesondere auf Industrie und Bergbau, ausgedehnt (vgl. Gueli Alletti 2011, 17f.).

2.2. Wie erfolgte die Anwerbung der italienischen Arbeitskräfte?

Der italienische Staat warb massiv dafür, dass junge Italiener als Arbeitsmigranten nach Deutschland gingen (Kino, Radio, Zeitungen, Kirche, Infobroschüren). Interessierte Italiener konnten sich dann beim nächsten Arbeitsamt ihrer Provinz melden (vgl. Richter & Richter 2012, 39 auf Grundlage eines Erfahrungsberichts der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung aus dem Jahr 1962). Nach einem ersten Gesundheitscheck wurden die Ausreisewilligen nach Verona (bzw. Neapel) geschickt, wo sich die Deutsche Kommission der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung befand. Diese Kommission prüfte die italienischen Anwärter auf ihre gesundheitliche und berufliche Eignung und vermittelte sie an Unternehmen in Deutschland (vgl. Richter & Richter 2012, 36 auf Grundlage eines Erfahrungsberichts der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung aus dem Jahr 1962). Die Vermittlung verlief wie eine „Art Auktion“: Die Angestellten der deutschen Kommission riefen die Angebote der deutschen Firmen aus und die zukünftigen Gastarbeiter mussten sich bei Interesse melden (vgl. Richter & Richter 2012, 41).  Nach der ersten Phase der Anwerbung fand die Vermittlung italienischer Arbeitskräfte nicht mehr ausschließlich über die Kommission, sondern auch über persönliche Kontakte statt: Bereits Emigrierte holten Verwandte oder Freunde aus dem Heimatdorf zum Arbeiten nach Deutschland, was zum Phänomen der sogenannten Kettenmigration führte (vgl. Gueli Alletti 2011, 18, Martini 2001, 67).

3. Die erste Generation

3.1. Was versteht man in der Migrationslinguistik unter erster Generation?

Nach  Krefeld (2004, 61) gehören zur ersten Generation all diejenigen, „[…] die der Extraterritorialität und dem Sprachkontakt erst nach abgeschlossenem Erstspracherwerb ausgesetzt wurden.” 

3.2. Charakterisierung der ersten Generation italienischer Migranten in Deutschland (Fünfziger- und Sechzigerjahre)

3.3. Forschungsstand zur Sprachkompetenz der ersten Generation 

3.3.1. Zum Gastarbeiterdeutsch

Zum Gastarbeiterdeutsch wurden zwei bedeutende Studien durchgeführt: das Heidelberger Forschungsprojekt „Pidgin-Deutsch“ und die ZISA-Studie. Das Heidelberger Projekt, welches in den Siebzigerjahren von der Universität Heidelberg durchgeführt wurde, untersuchte die Entstehung eines möglichen Pidgin-Deutsch (vgl. Riehl 2014, 115). Grundlage dieser Untersuchung war die Annahme, dass die Bedingungen des Gastarbeiterdeutsch „[…] denen klassischer Pidginsituationen ähnlich seien” (Riehl 2014, 115). Die ZISA-Studie (=„Zweitsprachenerwerb italienischer und spanischer Arbeiter”) wurde 1983 von Clahsen, Meisel und Pienemann durchgeführt. Diese Studie untersuchte die mündliche Produktion von 43 Gastarbeitern und fand heraus, dass der Erwerb bestimmter syntaktischer Strukturen in einer bestimmten Reihenfolge verläuft bzw. dass die Lerner bestimmte Erwerbssequenzen durchlaufen (vgl. Huter 1997, 26)

3.3.2. Zum Gastarbeiteritalienisch

Im Vergleich zur Deutschkompetenz wurde das Italienisch der Gastarbeiter relativ wenig erforscht. Wir wissen jedoch, dass es sich bei den Gastarbeitern der Fünfziger- und Sechzigerjahre hauptsächlich um Dialektsprecher handelte, die neben ihrem Dialekt eventuell noch eine weitere – diastratisch niedrig markierte – Varietät des Italienischen beherrschten, das sogenannte italiano popolare (vgl. La Russa 2012, 43, Bettoni 1993, 415). Das italiano popolare wird von  Cortelazzo (1972, 11) als „l’italiano imperfettamente acquisito a scuola da chi ha per madrelingua il dialetto” definiert. Oft wurde Italienisch auch erst im Kontext der Migration erlernt, etwa wenn die Gastarbeiter mit Kollegen kommunizieren mussten, die aus anderen Regionen Italiens stammten (vgl. Vedovelli 2016, 474f., Coveri & Benucci & Diadori 2001, 68ff., De Mauro 1963, Bettoni 1993, 428).  

Sprachliche Merkmale, die unter den Bedingungen der Extraterritorialität entstehen und somit auch die Sprache der ersten Generation charakterisieren, sind sogenannte Kontakt- und Isolationsphänomene (vgl. Krefeld 2004, 39ff.). Kontaktphänomene entstehen durch den Kontakt zwischen der eigenen importierten Nähesprache und den Varietäten der geltenden Territorialsprache (vgl. Krefeld 2004, 39f.). Ein Beispiel hierfür ist die Integration von Bezeichnungen aus der Territorialsprache in die nähesprachlichen Varietäten (z.B. Bereich Schule, Arbeitsplatz, Ämter) (vgl. Krefeld 2004, 40). Unter Isolationsphänomenen versteht Krefeld (2004, 43) hingegen die „kommunikative Isolation von den Entwicklungen in Italien.” Als Beispiel nennt er den Gebrauch der Höflichkeitsform vossia im Sizilianischen.

Unter der Betreuung von Prof. Thomas Krefeld wurden an der Ludwig-Maximilians-Universität zwei (unveröffentlichte) Abschlussarbeiten verfasst, die sich mit der Thematik „Gastarbeiteritalienisch” beschäftigen: zum einen die Zulassungsarbeit von Marlene Parrillo (2014), zum anderen die Magisterarbeit von Rosamaria La Russa (2012).  Parrillo (2014) führt eine Familienfallstudie durch. Sie untersucht die sprachliche Situation einer Familie mit extraterritorialem Migrationshintergrund (Muro Lucano) und geht der Frage nach, inwiefern die Verwendung des Italienischen und des Murese noch aktuell ist. La Russa (2012) untersucht den Gebrauch des Dialekts der Campofioritaner, die in den Fünfzigerjahren in die hessische Kreisstadt Groß-Gerau emigriert sind, aus phonetisch-phonologischer Perspektive. 

3.4. Giovanni D. (80) – Vorstellung einer exemplarischen Gastarbeiterbiographie und Analyse sprachlicher Daten

Geburtsort: Reitano in der Provinz Messina, Sizilien

Schulbildung: fünfjähriger Besuch der  scuola elementare (Grundschule)

Ankunft in Deutschland: 1962

Alter bei Ankunft: 25 Jahre

Einsatzort: Straßenbau in München 

Familienstand: verheiratet (deutsche Ehepartnerin); eine Tochter, die mehrsprachig aufgewachsen ist (italienisch, sizilianisch, deutsch)

Aktueller Wohnort: München

In Audioaufnahme 1 hören wir eine Selbsteinschätzung des Sprechers im Hinblick auf seine Sizilianisch-, Italienisch- und Deutschkompetenz zum Zeitpunkt seiner Ankunft in München. Diese Selbsteinschätzung deckt sich mit den Erkenntnissen aus der Wissenschaft zur Sprachkompetenz der Gastarbeiter (vgl. hierzu den Abschnitt zum Gastarbeiteritalienisch): Der Sprecher berichtet, dass er sich im Sizilianischen bzw. im eigenen Dialekt am besten verständigen konnte. Musste er mit einem Italiener einer anderen Region kommunizieren, so ergaben sich Schwierigkeiten bzw. Einschränkungen: „Se mi trovava con un connazionale italiano, si, dovevo parlare in italiano quello che io potevo.“ Wie die meisten italienischen Gastarbeiter der Fünfziger- und Sechzigerjahren, verfügt der Sprecher über eine rudimentäre Schulbildung. Es wird angenommen, dass er zum Zeitpunkt seiner Ankunft in Deutschland neben dem Dialekt als L1 eine diastratisch niedrig markierte Varietät des Italienischen beherrschte, das italiano popolare.

In Audioaufnahme 2 erzählt der Sprecher von seiner Tätigkeit als Baggerfahrer, die er in Deutschland ausübte. Als besonders interessant erweist sich die Tatsache, dass hier die von Krefeld (2004, 40) beschriebenen „Kontaktphänomene“ auftreten. Der Sprecher integriert deutsche Bezeichnungen in die eigene Varietät, wie beispielsweise Baggerfahrer, Graben, Kabelbau, Wasserleitungen oder Lastwagenfahrer. Diese Bezeichnungen gehören dem Denotatsbereich Arbeit bzw. Arbeitsplatz an (vgl. Krefeld 2004, 40). Wie lässt sich dieses Phänomen erklären? Die Arbeit auf dem Straßenbau ist im Fall des Sprechers eng an Deutschland und an die deutsche Sprache gekoppelt. In Italien hat der Sprecher nie eine vergleichbare Tätigkeit ausgeübt. Vermutlich kennt er die italienischen Entsprechungen von Bezeichnungen wie Kabelbau nicht oder kann diese nicht so schnell abrufen wie die deutschen (vgl. hierzu auch Krefeld 2004, 42).

In Audioaufnahme 3 wird thematisiert, inwiefern der Sprecher in den Sechzigerjahren Zugang zu italienischen Medien hatten. Durch den beschränkten Zugriff auf italienisches Radio sowie die geringe Nutzung italienischer Zeitungen fand eine  „kommunikative Isolation von den Entwicklungen in Italien“ statt (Krefeld 2004, 43).  Solchen Problematiken sind die italienischen Migranten der heutigen Zeit nicht mehr ausgesetzt. Durch die neuen Medien ergibt sich „eine transnationale Verknüpfung der Kommunikationsräume“ (Krefeld 2004, 44).

4. Die zweite und dritte Generation

4.1. Was versteht man in der Migrationslinguistik unter zweiter Generation?

Nach  Krefeld (2004, 61) gehören zur zweiten (bzw. jeder weiteren Generation) „[…] diejenigen, die bereits ihre Erstsprache im Kontakt mit einer anderen Sprache, eben als Kontaktsprache, erwerben.” Im Kontext der italienischen Gastarbeiter gehören zur zweiten Generation also die in Deutschland geborenen Italiener und die Italiener, die zwar in Italien geboren wurden, aber ihre sprachliche Sozialisation hauptsächlich in Deutschland erlebt haben (vgl. Krefeld 2004, 61f.).

4.2. Sprachkompetenz und Identität der zweiten Generation

Die zweite Generation zeichnet sich durch Mehrsprachigkeit aus, da sie über eine Italienisch-, Dialekt- sowie Deutschkompetenz verfügt: „Le generazioni di mezzo sono le più plurilingue, potendo gestire il dialetto, l’italiano, la lingua del Paese di vita“ (Vedovelli 2016, 474f.). Mit dieser Mehrsprachigkeit kann jedoch eine Identitätskrise einhergehen: „Tale situazione, però, porta a un conflitto e a una incertezza identitaria: nessun idioma realmente posseduto in termini di piena competenza, e perciò un potenziale espressivo a rischio di perdita” (Vedovelli 2016, 474f.). Dass die Zugehörigkeit zu mehreren Kulturen zu Identitätsproblematiken führen kann, stellt auch die Zulassungsarbeit von Parrillo (2014) dar. Eine Tochter italienischer Einwanderer schildert in einem von Parrillo (2014, 41) durchgeführten Interview: „Ma in Italia sei la tedesca. Sei qui in Germania, sei Italiana e questo è un po‘ / la cosa che uno nnon sa dove la propria casa, perché si sente sempre sì, io sono italiana. Però qui non sono a casa mia. In Italia non lo sono neanche e quindi uno si pensa „dov’è la mia casa?“ […]“

4.3. Sprachkompetenz und Identität der dritten Generation

  • Italienisch wird oft als Fremdsprache z.B. im schulischen Kontext erlernt: „Le generazioni più giovani dei discendenti dei nostri emigrati hanno ormai una appartenenza del tutto slegata dall’Italiano, e la lingua italiana è diventata una lingua straniera da scegliere come oggetto di studio nei percorsi formativi locali in competizione con le altre lingue straniere” (Vedovelli 2016, 474f.).
  • Bei den jüngeren Generationen entwickelt sich jedoch ein besonderes Interesse für die italienischen Wurzeln und die transnationale Identität wird als etwas Positives empfunden:

Entro questa situazione si manifesta anche una forte consapevolezza del valore del recupero della lingua italiana, considerata come capace di aggiungere tratti fortemente positivi a livello identitario, liberi dal tratto «etnicità», ma come paradigma di qualità. I valori positivi associati all‘ italianità e conformati linguisticamente entrano anche nel campo identitario delle giovani generazioni di discendenti di emigrati italiani: la riconquista delle radici si libera di tratti della nostalgia e assume quelli del valore intrinseco che possono dare all’identità anche professionale nel loro Paese di vita e di appartenenza (Vedovelli 2016, 474f.).

4.4. Charakteristische sprachliche Erscheinungen der zweiten und dritten Generation nach Krefeld (2004)

  • Bedeutungsentlehnung italienischer Lexeme von homophonen bzw. phonologisch sehr ähnlichen deutschen Wörtern, Beispiel: dt. Regal  ⇒ statt der standarditalienischen Entsprechung it. scaffale wird ein umgedeutetes italienisches Wort verwendet: regalo (was eigentlich Geschenk bedeutet) (vgl. Krefeld 2004, 72f.).           
  • Wenn keine deutsche Entsprechungen vorhanden sind, können markante lexematische Oppositionen des Italienischen instabil werden. Bei inklusiven Relationen verdrängt der Oberbegriff den Unterbegriff. Beispiel: it. anello (Hyperonym)  – it. fede (Hyponym) ⇒ Die Sprecher verwenden it. anello mit der Bedeutung Ehering (vgl. Krefeld 2004, 73.).     
  • Formale Interferenzen bei etymologischer Identität, Beispiel: dt. Tasse wird zu tassa anstatt it. tazza (vgl. Krefeld 2004, 71)  
  • Inkonsequente Kongruenz, Beispiel: vengono tutti più belle (Genuskongruenz bei Nominalgruppen) (vgl. Krefeld 2004, 69)
  • Variation bei der Suffigierung, Beispiel: cantatore statt it. cantante (vgl. Krefeld 2004, 75)
Bettoni, Camilla (1993): Italiano fuori d'Italia. In: Sobrero, Alberto, Introduzione all'italiano contemporaneo. La variazione e gli usi, 411-469. Rom, Bari: Laterza.
Bundeszentrale für politische Bildung (2007): Glossar. http://www.bpb.de/lernen/grafstat/projekt-integration/134768/glossar?p=1. Abgerufen am: 07.11.2017.
Bundeszentrale für politische Bildung (2010): Erstes Gastarbeiter-Abkommen vor 55 Jahren. http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/68921/erstes-gastarbeiter-abkommen-20-12-2010. Abgerufen am: 02.11.2017.
Butterwegge, Carolin (2005): Von der "Gastarbeiter"-Anwerbung zum Zuwanderungsgesetz. Migrationsgeschehen und Zuwanderungspolitik in der Bundesrepublik. http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/56377/migrationspolitik-in-der-brd?p=all. Abgerufen am: 02.11.2017.
Cortelazzo, Manlio (1972): Avviamento critico allo studio della dialettologia italiana. III: Lineamenti di italiano popolare. Pisa: Pacini.
Coveri, Lorenzo & Benucci, Antonella & Diadori, Pierangela (2001): Le varietà dell'italiano. Manuale di sociolinguistica. Rom: Bonacci.
De Mauro, Tullio (1963): Storia linguistica dell'Italia unita. Bari: Laterza.
Duden: Eintrag zu Gastarbeiter. https://www.duden.de/rechtschreibung/Gastarbeiter. Abgerufen am: 02.11.2017.
Gueli Alletti, Marilene (2011): Italesco. Interlinguale Sprachvarianz in vier Generationen italienischer Migranten. Hamburg: Dr. Kovac.
Huter, Kirsten (1997): Erwerbssequenzen in Japanisch als Fremdsprache. Ein Einfluß diskurspragmatischer Motivation auf den Syntaxerwerb. http://web.fu-berlin.de/phin/phin2/p2t2.htm. Abgerufen am: 07.11.2017.
Krefeld, Thomas (2004): Einführung in die Migrationslinguistik. Von der Germania italiana in die Romania multipla. Tübingen: Narr.
La Russa, Rosamaria (2012): Phonologische Untersuchung des sizilianischen Dialekts von Campofiorito (PA) im Rahmen der Migrationslinguistik. München: unveröffentl. Magisterarbeit, LMU.
Martini, Claudia (2001): Italienische Migranten in Deutschland. Transnationale Diskurse. Berlin: Reimer.
Parrillo, Marlene (2014): Kommunikative Räume und soziale Netzwerke: die Familienbiografie einer italienischen Familie in Karlsfeld. München: unveröffentl. Zulassungsarbeit, LMU.
Richter, Hedwig & Richter, Ralf (2012): Die Gastarbeiter-Welt. Leben zwischen Palermo und Wolfsburg. Paderborn: Ferdinand Schöningh.
Riehl, Claudia Maria (2014): Mehrsprachigkeit. Eine Einführung. Darmstadt: WBG.
Vedovelli, Massimo (2016): L’italiano degli stranieri, l’italiano fuori d’Italia (dall’Unità). In: Lubello, Sergio, Manuale di linguistica italiana, 459-483. Berlin, Boston: De Gruyter.
< < Vorheriger BeitragNächster Beitrag > >

Eine Antwort

  1. vor dem Hintergrund, dass Sie nur ein Thesenpapaier erstellen muessen, sehr gelungen;
    nur zwei kurze Bemerkungen:
    (1) https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=79690#p:15 „Kontaktphänomene entstehen durch den Kontakt zwischen der eigenen importierten Nähesprache und den Varietäten der geltenden Territorialsprache“, ja, aber Kontaktphaenomene koennen sich ebenso gut aus dem Kontakt mit den arealen Varietaeten/Minderheitensprachen ergeben, mit dem Bairischen z.B.
    (2) https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=79690#p:29, Zitat aus Vedovelli
    „Entro questa situazione si manifesta anche una forte consapevolezza del valore del recupero della lingua italiana, considerata come capace di aggiungere tratti fortemente positivi a livello identitario, liberi dal tratto «etnicità», ma come paradigma di qualità.“
    einverstanden; aber gibt es auch den Fall einer starken ‚ethnischen‘ Identitaet OHNE korrespondierende Sprachkompetenz (‚Wir sind Italiener‘ – auch wenn weder Dial. noch Ita. gesprochen wird)?

Schreibe einen Kommentar