Positionierung des Sprachkontakts in der Sprachgeschichtsschreibung

Lizenzierung Das Thema der Vorlesung erfordert zunächst eine doppelte theoretische Klärung; einerseits muss der Sprachkontakt in der Sprachgeschichtsschreibung positioniert werden und andererseits müssen Parameter für die Spezifizierung historischen Sprachkontakts formuliert werden. 1. Zweistöckige Architektur Konstitutiv für die romanischen Sprachen ist das Miteinander einer Ebene lokaler Sprachen und einer großräumig gegliederten  Ebene von Standardvarietäten, durch die […]

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Glossotope statt Isoglossen. Zum Paradigmenwechsel in der Geolinguistik

Die Vielfalt und Variabilität der menschlichen Sprachen bildet sich auf ganz selbstverständliche Weise im Raum ab. Daher lag  der Versuch, die Sprachverschiedenheit analog zu anderen räumlichen Parametern wie etwa Besiedlungsverhältnissen, Bodenformationen, Klimazonen usw. kartographisch, in Gestalt von Atlanten darzustellen von vornherein  nahe (vgl. , ); er entfaltete sich seit  zu einer der erfolgreichsten, methodisch kontinuierlich […]

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Vegliotisch

Das so genannte Vegliotische (it. vegliotto) der Insel Veglia (kroat. Krk) gilt oft als Dalmatisch schlechthin, da es durch Matteo Bartoli beschrieben wurde:  „Glücklicherweise ist das Vegliotische eine relativ gut dokumentierte Restsprache, deren erhaltene Texte uns ein ziemlich kohärentes Bild der Grammatik und, trotz vieler Lücken, des Lexikons darbieten.“ „Il corpus relativo al vegliotto (e […]

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Normautoritäten und Referenzwerke Katalanisch

Bei den ersten überlieferten Texten auf Katalanisch – beide aus dem 12. Jahrhundert – handelt es sich zum einen um ein katalanisches Übersetzungsfragment der westgotischen Gesetzessammlung Forum Iudicum und zum anderen um die Predigtsammlung Les Homilies d’Organyà. Das Katalanische erlebte im 13. und 14. Jahrhundert eine erste Blütezeit als Sprache der Kunst und der Regierung […]

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Phraseologie

Lizenzierung 5. 1 Inhalt + 1 Inhalt = x Inhalt(e) – und nicht unbedingt = 2 Inhalte Wenn nicht anders angegeben, stammen die italienischen Beispiele dieses Kapitels aus den Quellen: (a)  und (b). Sachverhaltsdarstellungen ergeben sich aus der Verbindung von Einzelzeichen, also z.B. von Prädikatoren und ihren Argumenten, und aus der Kombination ihrer Bedeutungen. Ganz frei […]

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Agentivität, Transitivität, Ergativität

7. Semantische Rollen Mit seiner Projektion sprachlicher Sachverhaltsdarstellung auf zwei allgemeine „Symbolfelder“ (‚Ereignis‘ und ‚Handlung‘) nimmt Bühler (♦) wichtige Einsichten einer linguistischen Theorie vorweg, die in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem Namen ‚Kasusgrammatik‘ bekannt wurde (vgl. ); dieser Ansatz wollte die semantischen ‚Rollen‘ der Argumente verbaler Prädikatoren, bzw. der Satzteile, deren Funktion […]

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‚Exposition‘ – Ereignisse und Handlungen

Lizenzierung 9. Karl Bühler als Pionier der kognitiven Syntax Der Versuch von Simon den sprachlichen Ausdruck von Sachverhalten zu typisieren, hat gezeigt, dass die syntaktischen Organisation der Sprachen, genauer: die Verknüpfung von Prädikatoren und Argumenten eng mit der Semantik verschränkt ist. Darüber hinaus interagiert die Semantik aber auch mit morphologischen Kategorien, wie Karl Bühler (vgl. , § […]

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(Logische) Prädikation und (sprachliche) Sachverhalte

10. Prädikation Sprachliche Zeichen repräsentieren die  vielfältigen Phänomene der außersprachlichen Realität; zu unterscheiden sind Eigennamen für Individuen oder einmalige Dinge und Kategorien für Klassen von Dingen. Die Aufgaben der Semantik gehen jedoch über die Analyse dieser Kategorien weit hinaus; insbesondere befasst sie sich auch mit ihrer konkreten Verwendung, die in der Regel nicht isoliert erfolgt, […]

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