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Phraseologie

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Zitation: Thomas Krefeld (2019): Phraseologie. Lehre in den Digital Humanities. Version 6 (20.05.2019, 21:54). url: https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=46186&v=6.

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1. 1 Inhalt + 1 Inhalt = x Inhalt(e) – und nicht unbedingt = 2 Inhalte

Wenn nicht anders angegeben, stammen die italienischen Beispiele dieses Kapitels aus den Quellen: (a)  und (b).

Sachverhaltsdarstellungen ergeben sich aus der Verbindung von Einzelzeichen, also z.B. von Prädikatoren und ihren Argumenten, und aus der Kombination ihrer Bedeutungen. Ganz frei verbindbar sind die Zeichen allerdings nicht:

  1. Je nach ihrer Bedeutung ergeben sich mehr oder wenige starke, außersprachlich motivierte Kombinationsbeschränkungen oder Restriktionen, über die man sich in bestimmten Diskurstraditionen allerdings hinwegsetzen kann; so kann man in einem literarischen Text durchaus schreiben “ogni angolo di questa casa mi parla di te” 
  2. Manche Verbindungen sind unüblich, obwohl sie auf Grund der Bedeutung der einzelnen Zeichen möglich wären; so sagt man eher scorre il tempo ‚die Zeit vergeht‘ und va avanti la vita ‚das Leben schreitet voran‘ (nicht im Sinne von deu. das Leben geht weiter) aber eher nicht va avanti il tempo und scorre la vita.
  3. Manche Zeichenkombinationen sind mit Bedeutungen verknüpft, die sich nicht aus den Bedeutungen der kombinierten Zeichen ergeben und daher nicht als ‚Summe‘ der Wortbedeutungen angesehen werden können.

Die mit (2) und (3) identifizierten Verbindungen werden als Phraseme bezeichnet; sie  sind Gegenstand einer sprachwissenschaftlichen Disziplin, nämlich der Phraseologie. Sie hat deutliche Überschneidungen mit der Syntax, der Semantik, der Pragmatik und der Textlinguistik, so dass man keine scharfe Abgrenzung erwarten kann. Ein klarer Unterschied wird jedoch in der Regel zwischen Phrasemen und Sprichwörtern gemacht, denn Sprichwörter sind in sich semantisch und syntaktisch abgeschlossen; so dass sie vollständige, sozusagen selbstgenügsame Äußerungen bilden können. Zudem haben sie meistens einen belehrenden Ton, nicht selten in Verbindung mit Handlungsanweisungen für unterschiedliche Gelegenheiten. Sie sind letztlich ein bemerwerkenswerts Zeugnis, wie jenseits der Schriftlichkeit Wissen auch mündlich über lange Zeiträume tradiert werden kann; in der Regel gilt das in Europa für alltagsweltliches Wissen, wie  die kalenderbezogenen Sprichwörter, die auf deu. ‚Bauernregeln genannt werden, in beeindruckend systematischer Weise zeigen (vgl. Proverbi Meteo: la saggezza popolare sul tempo che fa).  Aber auch fachliches Wissen wurde unter spezischen historischen Bedingungen durchaus in mündlicher Formalisierung weitergegeben; einen kulturgeschichtlich auffälligen Unterschied zwischen dem heute deutsch- und italienischsprachigen Raum markieren die zahlreichen deutschen Rechtssprichwörter und rechtlichen Phraseologismen. Der Grund für die nur schwach ausgeprägte Verankerung des Rechts im italienischen Raum hängt sicherlich mit der seit römischer Zeit fest etablierten Bindung von Recht und Gesetz an die Schriftlichkeit zusammen.

Ein prototypisches Phrasem kann dagegen im Unterschied zum Sprichwort nicht als vollständige Äußerung verwandt werden, sondern ist Teil komplexerer Äußerungen; es wird als Ganzes im mentalen Lexikon abgespeichert und ist insofern einem Einzelwort vergleichbar. So lässt sich das Konzept HOFFNUNG im Ita.  monolexikalisch mit dem Verb sperare ausdrücken oder aber polylexikalisch mit dem Phrasem incrociare le dita (Beispiel Th.K.), wörtlich ‚die Finger kreuzen‘. Beide Ausdrucksweisen haben also einen identischen Inhalt und sind synonym:     

 

Synonymität eines mono- und eines polylexikalischen Zeichens

Phraseme lassen sich differenziert beschreiben in dem sie auf zwei unterschiedliche Kontinua abgebildet werden, nämlich:

  • den Grad ihrer Festigkeit bzw. Variabilität;
  • den Grad ihrer Idiomatizität.

1.1. Phraseologische Festigkeit

Manche polylexikalische Ausdrücke lassen sich kaum oder gar nicht variieren; etwa eine semantisch voll und ganz begründete Abwandlung von incrociare le dita zu incrociare due dita  scheint ganz und gar unüblich zu sein. vollkommen. Bisweilen gibt es aber Varianten, die ihrerseits wieder konventionalisiert sein können; regionale Varianz besteht zwischen

ai tempi di Carlo Codega ‚vor langer Zeit‘, im Regionalita. von Mailand 

und

ai tempi di Marco Caco in Regionalita. von Venedig. 

Das Bildungsmuster ai tempi di + Phantasiename ist identisch. In Sassari sagt man dagegen mit derselben Bedeutung  anno 3. Auch im Deu. existieren ja etliche Ausdrücke (Leipzig einundleipzig14 18, vorm Krieg,  anno dazumal, anno dunnemal, anno Schnee, anno Tobak usw.), so dass es Konzepte zu geben scheint, die eine besondere Affinität zu phraseologischen Bezeichnungen haben. 

1.2. Das Beispiel der Paarformeln

Von besonderem Interesse sind sehr allgemeine Muster, die mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen gefüllt und funktional vielfältig gebraucht werden können. So gibt es im Italienischen zahlreiche Paarformeln ganz unterschiedlicher Art Typs:

1.2.1. Der Typ x e y 

Eine erste Gruppe von Beispielen drückt das Konzept ZUSAMMENGEHÖRIGKEIT aus; selbsterklärend ist die Füllung von x und y  durch Bezeichnungen von Konzepten, die miteinander verbunden sind, weil sie zum selben Frame gehören und in der außersprachlichen Realität eng verbunden sind:  

essere culo e camicia: „Denis e Matteo sono da sempre culo e camicia“ – ‚D. und M. sind wie Arsch und Hemd‘ (http://blog.ilgiornale.it/boschi/2015/10/?repeat=w3tc)

essere pappa e ciccia: „E‘ una vergogna. La procura e Carobbio sono pappa e ciccia“ – ‚Es ist eine Schande. Die Staatsanwaltschaft und Carobbio sind Brei und Speck‘

(http://www.liberoquotidiano.it/news/home/1068893/Furia-Conte—E–una-vergogna–La-procura-e-Carobbio-sono-pappa-e-ciccia-.html)‘

essere pane e cacio: „Di Pietro ed il Vaticano sono pane e cacio“ – ‚Di Pietro und der Vatikan sind Brot und Käse‘ (http://italia.grosseto.discussioni.narkive.com/JsxqqT07/del-pool-di-milano-solo-di-pietro-e-borrelli)  

Oft repräsentieren Paarformeln saliente Teile und stehen meronymisch für das Ganze:

mettere a ferro e fuoco – wörtlich ‚auf Eisen und Feuer setzen‘  in der Bedeutung ‚durch Krieg verwüsten‘

mettere a pane e acqua – wörtlich ‚auf Wasser und Brot setzen‘ in der Bedeutung ‚bestrafen‘ (auch: stare a …)

salvare/perdere/piantare capra e cavoli – wörtlich  ‚Ziege und Kohl retten/verlieren/verlassen‘ in der Bedeutung ‚Hab und Gut …‘): „Hanno perso capra e cavoli.“  (Roberta Sangiorgi, Alessandro Ramberti, 1998, Destini sospesi di volti in cammino, Fara, 1998, 84) 

In den Beispielen (2)-(7) betrifft die Phraseologie nur die Ebene der Semantik, denn die in Paarformeln verfestigten Nomina besetzen Satzfunktionen, die ganz regulär durch Nomina geleistet werden. Nicht selten verhalten sich Phraseme jedoch in syntaktischer Hinsicht abweichend und auch Paarformeln x e y  können anders als ein isoliertes x bzw. y eingesetzt werden. So übernehmen Phraseme der Form Nomen + Nomen unter Umständen die Funktion eines attributiven Adjektivs. Dazu zwei Beispiele (mit ähnlicher Bedeutung):

acqua e sapone: „Kristen Stewart è una ragazza acqua e sapone“ 

(http://www.gossipblog.it/galleria/kristen-stewart-e-una-ragazza-acqua-e-sapone)

casa e chiesa: „una ragazza casa e chiesa, il sogno di tutti i genitori“

(http://www.ansa.it/sito/notizie/cronaca/2016/08/04/meningite-a-roma-laddio-a-susanna-rufi-ciao-angelo_6757ac26-d268-4b42-a20d-8950ce55fa55.html) 

Es scheint sich hier um eine allgemeine Konstruktion im Sinne der Konstruktionsgrammatik zu handeln, denn es existieren in derselben Funktion auch Bildungen der Form Verb + Verb, wie das folgende Beispiel zeigt: 

tira e molla: „Se avete vissuto un rapporto tira e molla con il vostro ex“

(http://www.huffingtonpost.it/alice-mcalexander/8-vantaggi-delle-relazioni-tira-e-molla_b_8441320.html)

Sozusagen spiegelbildlich zu (10) funktioniert die folgende Nomen + Nomen-Verbindung in verbaler, genauer: imperativischer Funktion:

calma e gesso: „Trump, calma e gesso, in 4 parti“ – wörtlich: ‚Trump, Ruhe und Gips‘ in der Bedeutung: ‚Trump, immer mit Ruhe!‘

(https://giordanoriboli.wordpress.com/2016/11/17/toni-capuozzo-trump-calma-e-gesso-in-4-parti/)

Der Ausdruck scheint vom Billard zu stammen, wo das Queue mit Kreide (ita. gesso) eingerieben wird und – natürlich – eine ruhige Hand gefordert ist. Festhalten lässt sich, dass auch sehr ähnlich konstruierte Phraseme sowohl semantisch wie syntaktisch stark variieren.

1.2.2. Der Typ xx 

Dieser denkbar einfachste Typ besteht in einer schlichten Wiederholung ohne ein verbindendes Element etwa in Gestalt einer Konjunktion (e, o). Diese sogenannten Reduplikationen sind im Italienischen sehr häufig. Man denke an Bildungen wie:

cammina cammina ’nach und nach, mit der Zeit‘; 

man mano ’nach und nach, mit der Zeit‘: „Man mano che si sviluppa, Internet diventa sempre meno affidabile

Beide Ausdrücke sind auf Grund ihrer idiomatischen Bedeutung und ihrer adverbialen Funktion eindeutig phraseologischer Art. Allerdings zeigt die die Reduplikation die Nähe der Phraseologie zur Syntax, denn es gibt deutliche Indizien dafür, dass bestimmte Arten der Reduplikation, etwa die Wiederholung des Adjektivs, als  frei verfügbare syntaktische Technik des Italienischen anzusehen sind (vgl. zum Sizilianischen Krefeld 2011). Im folgenden Beispiel finden sich Beispiel für phraseologische und freie Reduplikation:

Solitudine da Autoescluso78

La mia e‘ una situazione strana strana. Mi sono autoescluso dalla societa‘ in quanto in 28 anni di vita ho provato diverse esperienze e mi sono tolto alcuni sfizi. Pero‘ nel momento in cui stavo crescendo, ho avuto paura. Mi son reso conto che la ragazza che avevo, gli amici che avevo non erano quelli che in fondo in fondo desideravo. E cosi‘ ho lasciato la mia ragazza, e a poco a poco mi sono allontanato dagli amici. […] Non so piu‘ da dove cominciare e le situazioni che si creano mi mettono a disagio. Esempio: ho fatto amicizia con una collega fidanzata, questa mi invita ad uscire. Esco, ma tutte le sue amiche sono bruttine. A quando a quando me ne presenta una carina, questa e‘ qui solo per pochi giorni in quanto per lavoro partira’… Bho?! […]“ (Hervorhebung Th.K.)

1.3. Idiomatizität

Bei der Genese von Phrasemen sind nicht selten ganz unterschiedliche semantische Prozesse beteiligt, wie sich an salvare/perdere capra e cavoli (7) illustrieren lässt. Der Ursprung der Redensart ist offenkundig ein seit dem Mittelalter 1Der früheste Beleg ist die Schrift Propositiones ad acuendos iuuenes des Alkuin von York (9. Jh.). Alkuin war Kanzler Karls des Großen und speilet eine wichtige Rolle in der Karolingischen Renaissance. im Unterricht benutztes logisches Rätsel, vom Typ der Flussüberquerungsrätsel : Ein Mann muss einen Kohlkopf, eine Ziegeund einen Wolf ans andere Ufer bringen, so dass weder die Ziege die Möglichkeit erhält den Kohlkopf zu fressen, noch der Wolf die Ziege. Das Problem 

Zunächst ist bemerkenswert, dass von den drei zu transportierenden Dingen sich nur zwei als phraseologisch produktiv erwiesen haben; das rein logisch-abstrakte Problem wurde also in einem alltagsweltlich vertrauteren Frame, nämlich dem kleinbäuerlichen Lebenserhalt, kontextualisiert und durch die Reduktion auf eine Alternative stark vereinfacht. So ergeben sich zwei Bedeutungen: 

  1. im positiven Fall, in Verbindung mit dem Prädikator salvare: ’sowohl x als auch y‘ bzw. ‚beides‘;
  2. im negativen Fall, mit dem Prädikator perdere: ‚weder x noch y‘ bzw. ‚keines von beiden‘.

Diese Bedeutungen sind in etlichen der zahlreichen Belege, die eine einfache Google-Suche zu Tage fördert,  offensichtlich.

 

Beispiel (i) belegt die positive Lesart ’sowohl x als auch y‘:

Quando ho avuto il primo…
… mia madre ha preso 10 giorni di fetie ed è venuta da me. Io non ero molto felice, ma sapevo che lei lo faceva convinta che io ne avessi TANTISSIMO bisogno e se la sarebbe presa molto se non l’avessi voluta. Visto che il nostro rapporto è un po‘ difficile, ho deciso di trovare il lato conveniente delle cose: l’ho messa a pulir casa e a spignattare mentre io mi godevo il pupo!
Lei si è sentita utile, e io ho avuto la casa linda. Certo, quando se ne è andata mi sono sentita „libera“, ma almeni ho salvato capra e cavoli!!“ (scoobie83)

Beispiel (ii) belegt die negative Lesart ‚weder x noch y‘; es geht um kandidierten Ingwer zur:

RISPOSTE A “ZENZERO CANDITO.

1.Pingback: Coltivare lo zenzero in vaso. | ilgiardinonascosto

maria grazia ha detto: 

l’ho coltivato anch’io per un paio d’anni poi è morto ,ma non ho mai pensato di controllare le radici ,forse perchè non saevo come utilizzarle

RISPONDI – xmery2013 a detto: 

io miravo alle radici invece… ma so che in tanti vogliono ottenere la fioritura, che avviene appunto (…ho sentito) dopo 2 anni…..:-)

RISPONDI maria grazia ha detto: 

purtroppo è morto prima che potessi vedere la fioritura 😦 ho perso …capra e cavoli !!!!“ (Hervorhebung Th.K.)

In den beiden Beispielen fungieren capra und cavoli nurmehr als sprachliche Variablen für  x und y, deren beliebige außersprachliche Zusammengehörigkeit durch die metonymische Verbindung von ZIEGE und KOHL metaphorisch ausgedrückt wird.

metaphorische Übertragung einer metonymischen Relation

Allerdings ist die Dualität – die letzte Reminiszenz an die alternativen Entscheidungen des Rätsels (‚x oder y‘) – kein obligatorisches Bedeutungsmerkmal des Phraseologismus.

Beispiel (iii) zeigt, dass capra e cavolo auch als Proform für einen einzigen Referenten fungieren kann:

ieri ho fatto il primo volo [es geht um eine Drohne; Th.K.] in configurazione quasi completa, per grazia ricevuta ho salvato il nova da un crash. Ho beccato per l’ennesima volta del vento in quota e stava partendo per la tangente, ho dato l’RTH ma anziche venire a casa stava tornando in cina. Son riuscito a recuperarlo col comando orientation, ho fatto un calo quota mostruoso e ho traslato di brutto. Ad un certo punto con la velocita‘ che aveva preso pensavo non ce la facesse piu‘ a recuperare, per grazia ricevuta ho salvato capra e cavoli. Sto caricando il video e dopo ve lo linco. (Hervorhebung Th.K.)

Der Entpunkt der semantischen Entwicklung ist damit allerdings noch nicht identifiziert.

Beispiel (iv) belegt nämlich eine Verwendung, in der capra e cavoli nicht mehr als Argument von salvare verstanden werden können; vielmehr ist der gesamte Ausdruck salvare capra e cavoli im Sinne von ‚Glück haben‘, d.h. einstellig zu interpretieren:

Io il mese scorso ho acquistato un biglietto Pisa aeroporto – Sinalunga (via Empoli – Siena) alla stazione di Marsala, l’ho obliterato e sono andato all’aeroporto di Trapani per volare su Pisa. Alla stazione dell’aeroporto toscano sono salito sul treno per firenze che stava per partire e ho salvato capra e cavoli. Non avevo neanche pensato che potessi incorrere in qualche inflazione ma nessuno mi ha detto niente.“ (Hervorhebung Th.K.)

2. Skizze eines möglichen phraseologischen Korpus

Das vom Corriere della sera bereitgestellte Dizionario dei modi di dire Portal italienischer Phraseme bietet einen brauchbaren Ausgangspunkt für phraseologische Arbeit. Allerdings wäre eine breitere Funktionalität nützlich.

  • Aus semantischer Sicht sollten die erfassten Lexeme nach onomasiologischen Bereichen (KÖRPERTEILE, FARBEN, BEWEGUNGEN, FAMILIE, ESSEN usw.) und semantischen Dimensionen (QUANTITÄT, QUALITÄT, EXPRESSIVITÄT usw.) gegliedert werden, so dass sich alle Einträge entsprechend filtern und quantitativ visualisieren lassen.
  • Aus morphosyntaktischer Sicht sollten alle erfassten Phraseme nach Konstruktionstypen (Inputkategorien und Satzfunktionen) gegliedert und gefiltert werden können.

Erst auf einer solchen Grundlage wäre eine quantitative und typologische Einschätzung der sehr umfangreichen und unübersichtlichen italienischen Phraseologie möglich. Vor dem Hintergrund der sehr unterschiedlichen phraseologischen Produktivität von einander a priori semantisch nahe stehenden Konzepten relativiert sich ihre jeweilige kognitive Bedeutung  doch sehr stark. man vergleiche z.B. auffälligen Kontrast zwischen zahlreichen Phrasemen mit den Lexemen mano, occhio und sehr wenigen mit den Lexemen piede, gusto, um in Bedeutungsfeldern zu bleiben, die in dieser Vorlesung eine besondere Rolle gespielt haben. 

Krefeld, Thomas (2011): Mi sbattissi a testa mura mura--Sizilianische Reduplikationsadverbiale1, Was grammatische Kategorien miteinander machen: Form und Funktion in romanischen Sprachen von Morphosyntax bis Pragmatik: Festschrift für Ulrich Wandruszka 527, 171-182. Tübingen.
Paletschek, Sylvia (2001): Kinder-Küche-Kirche. Freiburg i.Br..
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