Glossotope statt Isoglossen. Zum Paradigmenwechsel in der Geolinguistik

Die Vielfalt und Variabilität der menschlichen Sprachen bildet sich auf ganz selbstverständliche Weise im Raum ab. Daher lag  der Versuch, die Sprachverschiedenheit analog zu anderen räumlichen Parametern wie etwa Besiedlungsverhältnissen, Bodenformationen, Klimazonen usw. kartographisch, in Gestalt von Atlanten darzustellen von vornherein  nahe (vgl. , ); er entfaltete sich seit  zu einer der erfolgreichsten, methodisch kontinuierlich […]

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Zum Namen der Disziplin: ‚Geolinguistik‘ und einige konkurrierende Bezeichnungen

Die Ausdrücke ‘Sprachgeographie’, ‘Dialektologie’, ‘Areallinguistik’ und ‘Geolinguistik’ werden häufig synonym gebraucht (vgl. , 113 f.), da sie alle vier auf die Subdiziplinen der Sprachwissenschaft verweisen, die sich mit der räumlichen Variation der Sprachen befassen. Sie sind jedoch unterschiedlich pointiert, und es ist deshalb sinnvoll, auf die unterschiedlichen Implikationen hinzuweisen. ‚Sprachgeographie‘ suggeriert, es handle sich um […]

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