Ausdruck statischer und dynamischer Lokalisierung

Lizenzierung 1. Lokalisierungsrelationen Angesichts der aus physikalischer Sicht grundsätzlichen Bedeutung der drei Raumdimensionen (x, y, z) ist es bemerkenswert, dass die allermeisten Ausdrucksmittel von Lokalisierungrelationen gerade keinen spezifischen oder eindeutigen Bezug darauf nehmen. Die sprachliche Darstellung von räumlichen Verhältnissen beschränkt sich sehr häufig auf die Relation zwischen salienten Figuren, ohne beide dimensional zu verorten. Für […]

Weiterlesen →

Lexikalisierung der drei räumlichen Dimensionen

Lizenzierung Hinweis: der Inhalt dieses Beitrags beruht im Wesentlichen auf . 4. Spatial primitives Drei Dimensionen bilden das grundlegende Ordnungssystem unseres Erfahrungsraums; aus ihnen wurde schon in der Antike das idealisierte Modell des orthogonalen euklidischen Raums abgeleitet. Diese kontinuierlich erlebten und intuitiv evidenten Dimensionen haben sich in unseren Sprachen in vielfältigen lexikalischen Kategorien niedergeschlagen; allerdings […]

Weiterlesen →

Perioden der italienischen Sprach- und Mediengeschichte

Die Entstehung und Entwicklung der ‚zweistöckigen‘ Architektur des Italienischen lässt sich als eine Jahrhunderte währende Verschränkung von Ausbau- und Überdachungsprozesse modellieren. Dabei können im Einzelnen Phasen unterschieden werden, die stärker (wenngleich niemals ausschließlich) im Zeichen des Ausbaus oder aber der Überdachung stehen (vgl. ). Da die ersten Zeugnisse romanischer Schriftlichkeit keineswegs den Beginn fester und […]

Weiterlesen →

Gestaltpsychologie und aktuelle Wahrnehmungspsychologie

Lizenzierung 7. Der Gestaltbegriff und seine späte Rezeption in der Linguistik Nihil est in intellectu quod non sit prius in sensu – Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre. (Thomas von Aquin, nach Aristoteles, De anima III, 8) Hinter den unterschiedlichen semantischen Prozessen und der damit verbundenen Übertragung von Bedeutungen wurden […]

Weiterlesen →

Semantische Relationen und ihre assoziative Grundlage

Die Zeichen und die außersprachlichen Konzepte, genauer: die Konstituenten des sprecherorientierten Zeichenmodells, das hier zu Grunde gelegt wird (vgl. den Hinweis zur Notation), sind im menschlichen Gehirn durch Assoziationen verknüpft: Die vielfältige und engmaschige Vernetzung sichert das synchronische Funktionieren der Rede; sie gestattet uns spontan fortlaufend zu sprechen, ohne – von Ausnahmen abgesehen – nach Worten […]

Weiterlesen →

Notation

Es gelten die folgenden, weitgehend üblichen Notationsprinzipien: objektsprachliche Formen werden kursiviert  und einzelsprachliche Inhalte, d.h. Bedeutungsangaben werden durch einfache Anführungszeichen markiert, z. B. ita. formaggio ‚Käse‘; u.U. ist es sinnvoll nach orthographischer Darstellung in Graphemen (<…>) und phonologischer Darstellung in Phonemen zu differenzieren (/…/). Außersprachliche Kategorien (Konzepte) werden durch Majuskeln repräsentiert, also z.B. KÄSE (vgl. zur Onomasiologie […]

Weiterlesen →

Materialien zum Konzept ‚Ausbau‘

Die Sprachsoziologie von Heinz Kloss hat zwei Kriterien herausgearbeitet, mit denen der Sprachstatus eines Idioms gerechtfertigt werden kann: den so genannten Abstand und den so genannten Ausbau. 11. Definitionen von Kloss „Die Bezeichnung ‘Ausbausprachen’ könnte umschrieben werden als „Sprachen, die als solche gelten aufgrund ihres Ausbaus, ihres ‘Ausgebautseins zu Werkzeugen für qualifizierte Anwendungszwecke und -bereiche’. […]

Weiterlesen →

Polysemie – Inhalte und Konzepte

Lizenzierung 13. Das Beispiel von ita. capo Im (hervorragenden) Vocabolario online Treccani werden die Inhalte von ita. capo in sechs zentrale Bedeutungen gegliedert, denen sehr unterschiedliche KONZEPTE bzw. KONZEPTDOMÄNEN entsprechen: capo s. m. [lat. caput]. 1. La parte più elevata del corpo umano […] negli insetti, crostacei e altri artropodi, nonché nei molluschi e in varî altri invertebrati, è il […]

Weiterlesen →

Das sprachliche Zeichen

Lizenzierung 14. Die Integration des diadischen Zeichenmodells in das triadische und die Modellierung des sprachlichen Zeichens Die zweipolige Modellierung des Zeichens einerseits und die dreipolige andererseits schließen einander keineswegs aus, sondern sie lassen sich durchaus integrieren, wie Wolfgang und im Anschluss Andreas gezeigt haben. Es ist einerseits, im Sinne von Peirce bzw. schon von Augustinus, […]

Weiterlesen →

Biblio_Semantik

Blank, Andreas (2001): Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten, Tübingen: Niemeyer. Bühler, Karl (1960): Das Gestaltprinzip im Leben des Menschen und der Tiere, Oxford (= Enzyklopadie der Psychologie, Band 5). Cassirer, Ernst (1944): The Concept of Group and the Theory of Perception, in: Philosophy and Phenomenological Research, Vol. 5, No. 1 (Sep., 1944), 1-36.   Eco, Umberto (1977): […]

Weiterlesen →